
Die europäische Norm EN 14039 „Charakterisierung von Abfällen – Bestimmung des Kohlenwasserstoffgehalts im Bereich C10 bis C40 mittels Gaschromatographie“ beschreibt ein Verfahren zur quantitativen Bestimmung des Kohlenwasserstoffgehalts (C10 bis C40) in festen Abfällen mittels Gaschromatographie. Dieses Verfahren ist für Kohlenwasserstoffgehalte zwischen 100 mg/kg und 10.000 mg/kg, bezogen auf die Trockenmasse, gültig.

Anhand dieses Standards werden alle Kohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich von etwa 175 °C bis 525 °C, wie z. B. n-Alkane (C₁₀H₂₂ bis C₄₀H₈₂), Isoalkane, Cycloalkane, Alkylbenzole, Alkylnaphthaline und polyzyklische aromatische Verbindungen, als Kohlenwasserstoffe identifiziert, sofern sie während der Reinigung nicht an der Florisil-Säule adsorbiert werden. Flüchtige Kohlenwasserstoffe können mit diesem Standard nicht quantitativ bestimmt werden. Dies beeinträchtigt die Identifizierung einiger gängiger Kohlenwasserstoffkraftstoffe, wie z. B. Benzin.
Aus dem Peakmuster des Gaschromatogramms (siehe Anhang A) und den in Anhang B aufgeführten Siedepunkten der einzelnen n-Alkane lassen sich einige qualitative Informationen über den ungefähren Siedebereich von Kohlenwasserstoffen und die Art der Kohlenwasserstoffe gewinnen.
Prinzipiell wird eine bekannte Menge der homogenisierten Abfallprobe durch mechanisches Schütteln oder Ultraschallbehandlung mit Aceton/n-Heptan extrahiert. Die organische Phase wird abgetrennt und zweimal mit Wasser gewaschen. Polare Verbindungen werden durch Chromatographie an Florisil entfernt. Ein Teil des gereinigten Extrakts wird mittels Kapillargaschromatographie mit Flammenionisationsdetektor analysiert.
Mithilfe von Retentionszeitfensterstandards wird die Gesamtpeakfläche zwischen n-Decan und n-Tetracontan gemessen, und die Menge an Kohlenwasserstoffen in der Probe wird quantitativ anhand eines externen Standards bestimmt, der aus gleichen Mengen zweier verschiedener Arten von Mineralöl besteht.
Anstelle von Heptan können auch andere unpolare Lösungsmittel (z. B. Petrolether, Cyclohexan, n-Hexan) verwendet werden, deren Eignung zur Kohlenwasserstoffgewinnung aus Abfällen muss jedoch nachgewiesen werden.
Die Norm EN 14039 definiert ein Laborverfahren zur Messung der Kohlenwasserstoffbelastung in Abfallstoffen, insbesondere im Umwelt- und Industriekontext.
Die Norm EN 14039 legt ein quantitatives Analyseverfahren zur Bestimmung von Kohlenwasserstoffen in festen Abfällen mittels Gaschromatographie fest:
Folgende Kohlenwasserstoffarten wurden identifiziert:
Das nach EN 14039 festgelegte Standardverfahren umfasst folgende grundlegende Schritte:
Die Norm EN 14039 weist einige wichtige Einschränkungen auf:
Die Norm EN 14039 wird in folgenden Bereichen häufig verwendet:
Die Bedeutung der Norm EN 14039 liegt in ihrer Rolle bei der Gewährleistung des korrekten, einheitlichen und umweltgerechten Umgangs mit kohlenwasserstoffbelasteten Abfällen. Die wichtigsten Gründe für die entscheidende Bedeutung dieser Norm sind folgende:
Die Norm EN 14039 bietet eine zuverlässige Methode zum Nachweis und zur Quantifizierung dieser Schadstoffe und trägt so dazu bei, langfristige Umweltschäden zu verhindern.
Ohne einen solchen Standard könnten die Ergebnisse zwischen den Laboren variieren, was zu regulatorischer Verwirrung führen könnte.
Dies schafft auch die Voraussetzungen für Wiederholbarkeit, Rückverfolgbarkeit und Datenzuverlässigkeit.
Die Anwendung der Norm EN 14039 ist in folgender Hinsicht hilfreich:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Norm EN 14039 ein entscheidender Analysestandard zur Bestimmung nichtflüchtiger Kohlenwasserstoffe in Abfällen ist. Mithilfe der Gaschromatographie liefert sie zuverlässige, standardisierte Daten, die den Umweltschutz, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und ein effektives Abfallmanagement unterstützen.
Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm EN 14039 an.
