IEC 62321 Bestimmung bestimmter Substanzen in elektrotechnischen Produkten

IEC 62321 Bestimmung bestimmter Substanzen in elektrotechnischen Produkten

Die von der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) entwickelte Norm „IEC 62321 Nachweis bestimmter Substanzen in elektrotechnischen Produkten“ besteht aus zahlreichen Unternormen mit gleichem Titel.

IEC 62321 Bestimmung bestimmter Substanzen in elektrotechnischen Produkten

Der Zweck dieser Norm besteht darin, allgemeine bewährte Verfahren zum Testen elektrischer und elektronischer Geräte (EEE) detailliert darzulegen.

  • In der Norm „EN 62321-1 Teil 1: Einführung und Übersicht“ wird die Probe als das zu verarbeitende und zu messende Objekt ausgedrückt. Die Art der Probe und die Art ihrer Entnahme werden von der Organisation festgelegt, die die Tests durchführt, und sind nicht in dieser Norm definiert. Die Probenauswahl kann die Interpretation der Testergebnisse beeinflussen. Diese Norm enthält Richtlinien zum Demontageverfahren zur Probenentnahme, legt jedoch nicht Folgendes fest:
    • Der Grad des Demontageverfahrens, der zum Erhalten einer Probe erforderlich ist.
    • Definition einer Einheit oder eines homogenen Materials als Probe.
    • Konformitätsbewertungsverfahren.
  • Die Norm „EN 62321-2 Teil 2: Demontage, Trennung und mechanische Probenaufbereitung“ beschreibt Probenahmestrategien sowie die mechanische Aufbereitung von Proben aus elektrotechnischen Produkten. Diese Proben werden in analytischen Tests verwendet, um die Konzentrationen bestimmter Substanzen zu bestimmen, wie in den Testmethoden in anderen Teilen der Norm IEC 62321 beschrieben. Die Beschränkungen für bestimmte Substanzen variieren je nach geografischem Gebiet und können regelmäßig aktualisiert werden. Diese Norm beschreibt ein allgemeines Verfahren zur Entnahme und Vorbereitung von Proben vor der Bestimmung bedenklicher Stoffe.
  • Die Norm „EN 62321-3-1 Teil 3-1: Scannen – Blei, Quecksilber, Cadmium, Gesamtchrom und Gesamtbrom mittels Röntgenfluoreszenzspektrometrie“ beschreibt die Scannenanalyse von Blei, Quecksilber, Cadmium, Gesamtchrom und Gesamtbrom in einzelnen Materialarten, die in elektrotechnischen Produkten vorkommen, unter Verwendung der Analysetechnik der Röntgenfluoreszenzspektrometrie. Diese Norm gilt für Polymere, Metalle und keramische Werkstoffe. Dieses Prüfverfahren kann auf Rohstoffe, einzelne Materialien aus Produkten und homogenisierte Mischungen mehrerer Materialien angewendet werden. Das Scannen einer Probe wird mit einem beliebigen XRF-Spektrometer durchgeführt, sofern es die in dieser Testmethode angegebenen Leistungsmerkmale aufweist. Nicht alle Arten von XRF-Spektrometern sind für alle Probengrößen und -formen geeignet. Dabei ist darauf zu achten, dass für die jeweilige Aufgabe das passende Spektrometerdesign ausgewählt wird.
  • Die Norm „EN 62321-3-2 Teil 3-2: Scannen – Gesamtbrom in Polymeren und Elektronik durch Verbrennungsionenchromatographie“ beschreibt die Scannen-Analyse des Gesamtbroms in homogenen Materialien, die in Polymeren und Elektronik vorkommen, unter Verwendung der analytischen Technik der Verbrennungsionenchromatographie. Dieses Prüfverfahren wurde für Acrylnitril-Butadien-Styrol, Epoxidformmasse, Polyethylen und Polycarbonat innerhalb der in der Norm angegebenen Konzentrationsbereiche ausgewertet.
  • Die Norm „EN 62321-3-3 Teil 3-3: Screening – Screening von polybromierten Biphenylen, polybromierten Diphenylethern und Phthalaten in Polymeren durch Pyrolyse oder thermische Desorption, Gaschromatographie-Massenspektrometrie“ beschreibt die Screening-Analyse von polybromierten Biphenylen, polybromierten Diphenylethern, Diisobutylphthalat, Di-n-butylphthalat, Benzylbutylphthalat, Di-(2-ethylhexyl)phthalat, Di-n-octylphthalat, Diisononylphthalat und Diisodeacylphthalat in Polymeren elektrotechnischer Produkte durch die analytische Technik der Gaschromatographie-Massenspektrometrie unter Verwendung eines Pyrolyse-/Thermodesorptionszubehörs.
  • In der Norm „EN 62321-3-4 Teil 3-4: Screening – Phthalate in Polymeren elektrotechnischer Produkte mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie mit Ultraviolettdetektor (HPLC-UV), Dünnschichtchromatographie (TLC) und Thermodesorptions-Massenspektrometrie (TD-MS)“, Es werden Verfahren zum Screening von Diisobutylphthalat, Di-n-butylphthalat, Benzylbutylphthalat und Di-(2-ethylhexyl)phthalat in Polymeren elektrotechnischer Produkte mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie mit Ultraviolettdetektor (HPLC-UV), Dünnschichtchromatographie (TLC) und thermischer Desorptions-Massenspektrometrie (TD-MS) beschrieben.
  • Die Norm „EN 62321-4 Teil 4: Quecksilber in Polymeren, Metallen und Elektronik mittels CV-AAS, CV-AFS, ICP-OES und ICP-MS“ beschreibt vier Prüfverfahren für Quecksilber in Polymeren, Metallen und Elektronik, nämlich CV-AAS (Kaltdampf-Atomabsorptionsspektrometrie), CV-AFS (Kaltdampf-Atomfluoreszenzspektrometrie), ICP-OES (optische Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma) und ICP-MS (Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma). Diese Norm beinhaltet außerdem verschiedene Verfahren zur Herstellung der Probenlösung, aus denen die am besten geeignete Analysemethode ausgewählt werden kann.
  • Die Norm „EN 62321-5 Teil 5: Cadmium, Blei und Chrom in Polymeren und Elektronik sowie Cadmium und Blei in Metallen mittels AAS, AFS, ICP-OES und ICP-MS“ beschreibt vier Prüfverfahren für Blei, Cadmium und Chrom in Polymeren, Metallen und Elektronik, nämlich AAS (Atomabsorptionsspektrometrie), AFS (Atomfluoreszenzspektrometrie), ICP-OES (optische Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma) und ICP-MS (Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma). Diese Norm beinhaltet außerdem verschiedene Verfahren zur Herstellung der Probenlösung, aus denen die am besten geeignete Analysemethode ausgewählt werden kann.
  • Die Norm „EN 62321-6 Teil 6: Polybromierte Biphenyle und polybromierte Diphenylether in Polymeren mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)“ beschreibt eine normative und zwei informative Techniken zur Bestimmung von polybromierten Biphenylen (PBB) und Diphenylethern (PBDE) in Polymeren elektrotechnischer Produkte. Zu diesen Testmethoden gehören:
    • Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)
    • Ionenanlagerungs-Massenspektrometrie (IAMS)
    • Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie-Technik.
  • Die Norm „EN 62321-7-1 Teil 7-1: Sechswertiges Chrom – Vorhandensein von sechswertigem Chrom in farblosen und farbigen Korrosionsschutzbeschichtungen auf Metallen mittels der kolorimetrischen Methode“ beschreibt ein Extraktionsverfahren mit kochendem Wasser, das eine qualitative Bestimmung des Vorhandenseins von sechswertigem Chrom in farblosen und farbigen Korrosionsschutzbeschichtungen auf Metallproben ermöglichen soll. Bei diesem Verfahren gilt die Probe als negativ auf sechswertiges Chrom, wenn in einer Probe sechswertiges Chrom unterhalb der Bestimmungsgrenze von 0,10 g/cm2 nachgewiesen wird.
  • Die Norm „EN 62321-7-2 Teil 7-2: Sechswertiges Chrom – Bestimmung von sechswertigem Chrom (Cr(VI)) in Polymeren und Elektronik mit der kolorimetrischen Methode“ beschreibt Verfahren zur quantitativen Messung von sechswertigem Chrom in Polymer- und Elektronikproben. Bei dieser Methode wird ein organisches Lösungsmittel verwendet, um die Probenmatrix aufzulösen oder aufzuquellen. Anschließend folgt ein alkalisches Aufschlussverfahren, um sechswertiges Chrom aus den Proben zu extrahieren.
  • Die Norm „EN 62321-8 Teil 8: Phthalate in Polymeren mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS), Gaschromatographie-Massenspektrometrie unter Verwendung von Pyrolysator/Thermodesorptionszubehör (Py/TD-GC-MS)“ beschreibt zwei normative und zwei informative Techniken zur Bestimmung von Diisobutylphthalat (DIBP), Di-n-butylphthalat (DBP), Benzylbutylphthalat (BBP), Di-(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP), Di-n-octylphthalat (DNOP), Diisononylphthalat (DINP) und Diisodecylphthalat (DIDP) in Polymeren elektrotechnischer Produkte.
  • In der Norm „EN IEC 62321-9 Teil 9: Hexabromcyclododecan in Polymeren mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)“ werden zwei Techniken zur Bestimmung von Hexabromcyclododecan (HBCDD) in Polymeren elektrotechnischer Produkte beschrieben. Das Prüfverfahren Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) wird im normativen Teil dieser Norm beschrieben. Diese Methode eignet sich zur Bestimmung von Hexabromcyclododecan (HBCDD). Eine Methode unter Verwendung der Hochdruckflüssigkeitschromatographie-Massenspektrometrie (HPLC-MS) ist im Anhang der Norm (Anhang A) enthalten.
  • Die Norm „IEC 62321-10 Teil 10: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Polymeren und Elektronik mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS)“ beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in Polymeren elektrotechnischer Produkte. Diese PAK sind insbesondere in den Kunststoff- und Gummiteilen einer Vielzahl von Konsumgütern zu finden. Sie kommen als Verunreinigungen in einigen Rohstoffen vor, die bei der Herstellung solcher Produkte verwendet werden, insbesondere in Extenderölen und Ruß. Sie werden Produkten nicht absichtlich zugesetzt und erfüllen als Bestandteile von Kunststoff- oder Gummiteilen keine bestimmte Funktion.
  • In der Norm „EN IEC 62321-11 Teil 11: Tris(2-chlorethyl)phosphat (TCEP) in Kunststoffen mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) und Flüssigkeitschromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS)“ werden zwei verschiedene Techniken zur Bestimmung von TCEP-Tris(2-chlorethyl)phosphat (TCEP) in Kunststoffen beschrieben: die GC-MS- und die LC-MS-Methode. Beide eignen sich für die quantitative Analyse.
  • Die Norm „IEC 62321-12 Teil 12: Simultane Bestimmung – Polybromierte Biphenyle, polybromierte Diphenylether und Phthalate in Polymeren mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie“ beschreibt ein Referenzprüfverfahren für die simultane Bestimmung von polybromierten Biphenylen, polybromierten Diphenylethern und vier Phthalaten (Diisobutylphthalat (DIBP), Di-n-butylphthalat (DBP), Benzylbutylphthalat (BBP), Di-(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) in Polymeren elektrotechnischer Produkte. Das in dieser Norm beschriebene Extraktionsverfahren ist die ultraschallunterstützte Extraktion, die bei der simultanen Extraktion zur Probenvorbereitung eingesetzt wird.
  • Die Norm „IEC 62321-13 Teil 13: Bisphenol A in Kunststoffen mittels Flüssigkeitschromatographie-Diodenarray-Detektion (LC-DAD), Flüssigkeitschromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS) und Flüssigkeitschromatographie-Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS)“ beschreibt drei Techniken zur Bestimmung von freiem Bisphenol A (BPA) in Kunststoffen elektrotechnischer Produkte:
    • Flüssigkeitschromatographie – Diodenarray-Detektor (LC-DAD)
    • Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS)
    • Flüssigkeitschromatographie-Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS).

Unsere Organisation verfügt über einen starken Mitarbeiterstamm, der die Entwicklungen im Bereich Wissenschaft und Technologie weltweit aufmerksam verfolgt und sich ständig verbessert. Zu den zahlreichen Prüf-, Mess-, Analyse- und Bewertungsleistungen für Unternehmen unterschiedlicher Branchen gehören auch Prüfdienstleistungen nach der Norm „IEC 62321 Bestimmung bestimmter Stoffe in elektrotechnischen Produkten“.

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