
Um die Sicherheit kosmetischer Produkte für Verbraucher zu gewährleisten und Risiken auszuschließen, sind zahlreiche Laboranalysen erforderlich. Dazu gehören mikrobiologische, chemische und sensorisch-kosmetische Tests.

Kosmetika sind Produkte, die äußerlich auf den menschlichen Körper aufgetragen werden, nämlich auf Haut, Haare, Zähne, Mundschleimhaut und Nägel. Diese Produkte dienen dem Schutz, der Reinigung und der Pflege des menschlichen Körpers sowie der Verbesserung des Körpergeruchs. Dazu gehören beispielsweise Cremes zum Schutz oder zur Verbesserung der Hautgesundheit, Deodorants gegen Schweißgeruch, Zahnpasten zur Reinigung und zum Schutz der Zähne und ähnliche Produkte.
Kosmetika müssen vor dem Inverkehrbringen analysiert werden, um Risiken für die menschliche Gesundheit auszuschließen. Hier kommt den Herstellern eine besondere Verpflichtung zu. Aber Kosmetiktests sind für Verpackungsunternehmen sowie Forschung und Entwicklung unerlässlich.
Es gibt zahlreiche gesetzliche Regelungen, die dafür sorgen, dass kosmetische Produkte sicher auf den Markt gebracht werden können und Risiken für den Verbraucher ausschließen. Die wichtigste davon ist die Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Diese gesetzliche Regelung regelt im Wesentlichen, welche Pflichten für Kosmetika gelten.
Damit ein Kosmetikprodukt risikofrei vermarktet werden kann, muss es verschiedene Tests auf Sicherheit und Stabilität bestehen.
Die von der International Standards Organization (ISO) entwickelte Norm „ISO 17516 Make-up-Materialien – Mikrobiologie – Mikrobiologische Grenzwerte“ beschreibt die allgemeinen Anforderungen und Grenzwerte hinsichtlich der mikrobiologischen Qualität kosmetischer Produkte. Dieser Standard hilft bei der Beurteilung der mikrobiologischen Qualität aller kosmetischen Produkte. Es besteht keine Notwendigkeit, mikrobiologische Tests bei Produkten durchzuführen, die mikrobiologisch als risikoarm gelten.
Die Norm ISO 17516 umfasst im Wesentlichen folgende Analysen:
Darüber hinaus werden im Rahmen der Produktentwicklung und -kontrolle Schutzbelastungstests durchgeführt. Die Ergebnisse werden für die Sicherheitsbewertung gemäß der EU-Kosmetikrichtlinie oder bei Neuformulierungen von Produkten benötigt. Beim Konservierungsstresstest, auch Challenge-Test genannt, wird das Produkt mit Mikroorganismen beimpft und unter Zeit-, Temperatur- und ähnlichen Bedingungen gelagert. Am Ende des definierten Zeitraums werden Keimzahl und Keimzahlentwicklung ermittelt, um Aussagen zur Keimstabilität zu treffen.
Neben mikrobiologischen Tests von Kosmetikprodukten sind auch chemische Tests wichtig, um sicherzustellen, dass das Produkt sicher vermarktet werden kann. Hierzu werden Produkte hinsichtlich folgender Parameter analysiert:
Neben mikrobiologischen Kosmetiktests und chemischen Kosmetiktests sind auch sensorische Tests von Kosmetikprodukten wichtig. Bei der sensorischen Prüfung werden Produkte mithilfe menschlicher Sinne objektiv identifiziert. Hier werden Merkmale wie Geruch, Aussehen, Konsistenz und Hautgefühl beschrieben. Bei Emulsionen und Ausfällungen, die bei sensorischen Tests in kosmetischen Produkten entstehen, kann es zu Phasentrennungen kommen. Auch ein Wechsel des Verpackungsmaterials aus Lagerungs-, Erwärmungs- und ähnlichen Gründen ist möglich.
Schließlich führen Schadstoffrückstände in Kosmetika dazu, dass die Produkte nicht kontinuierlich vermarktet werden. Daher ist es von großer Bedeutung, dass die Inhaltsstoffe regelmäßig auf die Einhaltung der Grenzwerte überprüft werden. Mögliche Rückstände sind Schwermetalle, Nitrosamine und Phthalate.
Unsere Organisation bietet Unternehmen zahlreiche Prüf-, Mess-, Analyse- und Bewertungsdienstleistungen an, darunter auch Labordienstleistungen für Kosmetiktests und -analysen.
