Werkseitig hergestellte Anschlussbaugruppen bestehend aus EN 448-Stahl-Mediumrohren, Polyurethan-Wärmedämmung und einer Polyethylen-Ummantelung

Werkseitig hergestellte Anschlussbaugruppen bestehend aus EN 448-Stahl-Mediumrohren, Polyurethan-Wärmedämmung und einer Polyethylen-Ummantelung

Die europäische Norm „EN 448 Fernwärmerohre – Verbund-Einzelrohrsysteme für direkt erdverlegte Warmwassernetze – Werkseitig hergestellte Verbindungsgarnituren bestehend aus Stahl-Mediumrohren, Polyurethan-Wärmedämmung und Polyethylen-Ummantelung“ beschreibt die Anforderungen und Prüfverfahren für werkseitig hergestellte wärmegedämmte Verbund-Verbindungsgarnituren für Warmwassernetze gemäß EN 13941-1. Diese Garnitur besteht aus einem Stahl-Mediumanschluss, einer Wärmedämmung aus Polyurethan-Hartschaum und einer Polyethylen-Ummantelung. Die Verbindungsgarnituren können außerdem folgende zusätzliche Elemente enthalten: Messleitungen, Abstandshalter und Diffusionssperren. Diese Norm behandelt die folgenden Verbindungsgarnituren: Bogen, T-Stücke, Reduzierstücke, Einweg-Kompensatoren und Dübel. Diese Norm gilt für Verbindungsgarnituren mit einem Mindestauslegungsdruck von 1,6 MPa (Überdruck).

Werkseitig hergestellte Anschlussbaugruppen bestehend aus EN 448-Stahl-Mediumrohren, Polyurethan-Wärmedämmung und einer Polyethylen-Ummantelung

Für die Zwecke dieser Norm gelten die in „EN 17248 Fernwärme- und Fernkälte-Rohrleitungssysteme – Begriffe und Definitionen“ angegebenen Begriffe und Definitionen.

Die in den Verbindungselementen aus Stahl verwendeten Werkstoffe sind nach EN 10204 zertifiziert. Falls der Endverbraucher eine Rückverfolgbarkeit des Werkstoffs verlangt, muss dies bei der Bestellung angegeben werden. In diesem Fall werden dem Endverbraucher die entsprechenden Werkstoffzertifikate ausgehändigt.

Stahlsorten sind in EN 13941-1 festgelegt. Alle Stahlrohre und -komponenten, die zur Herstellung von Rohrbaugruppen dieser Norm verwendet werden, müssen dem Hersteller mindestens mit einem Abnahmeprüfzeugnis gemäß EN 10204 übergeben werden. Dieses Abnahmeprüfzeugnis ist dem Kunden auf Anfrage vorzulegen. Verlangt der Besteller der Verbindungsbaugruppen ein Materialprüfzeugnis gemäß EN 10204, ist dieses Verlangen dem Hersteller der Verbindungsbaugruppen bei der Bestellung vorzulegen. Spätere Anfragen nach solchen Unterlagen können zu spät erfolgen und vom Hersteller nicht erfüllt werden, da dieser die Zuordnung des Zeugnisses zu den Rohren und Rohrabschnitten vor Produktionsbeginn veranlassen muss.

Für die Zwecke dieser Norm müssen alle Komponenten für mindestens 1,6 MPa ausgelegt sein. Wenn Formstückbaugruppen in Anwendungen eingesetzt werden sollen, bei denen Drücke über 1,6 MPa herrschen, sind zusätzliche Berechnungen erforderlich. Die minimale Nennwanddicke aller Komponenten vor der Verarbeitung muss mindestens der von Mediumrohren gemäß EN 253 entsprechen. Die Toleranzen für Nenndurchmesser, Außendurchmesser, Durchmesser der Rohrenden und Wanddicke müssen denen von Mediumrohren gemäß EN 253 entsprechen. Je nach Konstruktionserwägungen können andere Wanddicken als die in EN 253 angegebenen verwendet werden, sie dürfen jedoch in keinem Fall die in EN 253 angegebene Mindestwanddicke unterschreiten. Alle Komponenten müssen gemäß EN 13941-1 für die Einwirkungen und Belastungen ausgelegt sein, die normalerweise während der Nutzungsdauer der Formstückbaugruppe oder des Bauteils auftreten.

Kurz gesagt legt die Norm EN 448 die Anforderungen und Prüfverfahren für vorisolierte Armaturen fest, die in Fernwärmenetzen verwendet werden, insbesondere für solche mit:

  • Stahl-Mediumrohre
  • Wärmedämmung, meist Polyurethanschaum (PUR)
  • Außengehäuse meist aus Polyethylen (PE)

Diese Norm gilt für fabrikgefertigte Armaturen wie:

  • Beugen (Ellenbogen)
  • T-Verbindungen
  • Getriebe
  • Blindstopfen oder Abdeckungen und dergleichen
  • Weitere Fertigbauteile

Diese werden in vorisolierten Rohrsystemen verwendet, die heißes Wasser oder Dampf in Fernwärme- und -kühlsystemen transportieren.

Welche folgenden Merkmale werden in dieser Norm definiert?

  • Abmessungen und Toleranzen
  • Materialangaben (Stahlrohr, Isolierung, Ummantelung)
  • Wärmeleitfähigkeit und Wärmedämmleistung
  • Verbindungsqualität zwischen den Schichten
  • Leckerkennungssysteme (falls zutreffend)
  • Mechanische Eigenschaften
  • Temperatur- und Druckbeständigkeit
  • Dicht- und Dehnungseigenschaften
  • Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten

Dieser Standard wird hauptsächlich von Herstellern, Ingenieuren und Auftragnehmern verwendet, die an der Fernwärme- und -kälteinfrastruktur beteiligt sind. Auch Energieverteilungsinfrastrukturen, Kommunen, Energieunternehmen, große Wohnkomplexe und Industrieanlagen greifen auf ihn zurück.

Zur Überprüfung der mechanischen, thermischen und haftungstechnischen Eigenschaften vorisolierter Verbindungselemente (z. B. Winkel- und T-Stücke) werden verschiedene in der Norm EN 448 definierte Prüfverfahren angewendet. Zu diesen Prüfungen gehören unter anderem:

  • Haftprüfung: Mit dieser Prüfung wird die Haftung zwischen Isolierschaum, Stahlrohr und Außenmantel geprüft. Es wird eine Probe entnommen und versucht, die Verbindung zwischen Isolierschaum und Außenmantel/Stahlrohr manuell oder mit einem Gerät aufzubrechen.
  • Wärmeleitfähigkeitsprüfung: Diese Prüfung dient der Überprüfung der Wärmeleitfähigkeit des Dämmmaterials. Hierzu wird eine Probe aus Polyurethanschaum (PUR) entnommen. Die Messung erfolgt bei konstanter Temperatur (z. B. 50 Grad Celsius). Gemessen wird der Wärmeleitfähigkeitskoeffizient. Der in der Norm angegebene Maximalwert darf nicht überschritten werden.
  • Schaumdichteprüfung: Diese Prüfung dient der Überprüfung der Qualität (Dichte) des Dämmstoffes. Hierzu wird eine Probe PUR-Schaum mit einem bestimmten Volumen entnommen. Durch Wiegen wird die Dichte ermittelt. Sie sollte bestimmte Grenzwerte (üblicherweise ca. 60-80 kg/m³) nicht unterschreiten.
  • Hochtemperaturbeständigkeitstest: Dieser Test wird durchgeführt, um zu prüfen, ob sich die Schaumisolierung mit der Zeit temperaturbedingt verschlechtert. Die Probe wird 300 Stunden lang bei beispielsweise 140 Grad Celsius gealtert. Anschließend werden Eigenschaften wie Wärmeleitfähigkeit und Haftung erneut geprüft. Die Verschlechterung sollte begrenzt sein.
  • Wasseraufnahmeprüfung: Mit dieser Prüfung wird die Widerstandsfähigkeit eines Dämmstoffs gegen Feuchtigkeitsaufnahme gemessen. Die Probe wird in Wasser getaucht (z. B. für 24–72 Stunden). Die Wasseraufnahme wird durch Wiegen vor und nach dem Eintauchen ermittelt. Sie darf einen bestimmten Prozentsatz nicht überschreiten.
  • Mechanische Festigkeitsprüfungen:
    • Druckprüfung: Die Gestängebaugruppe muss einem bestimmten Innendruck standhalten.
    • Schlagprüfung: Die Schlagfestigkeit des Außenmantels wird geprüft (insbesondere beim PE-Mantel).

Unser Unternehmen unterstützt seit Jahren Unternehmen aller Branchen mit einem breiten Spektrum an Prüf-, Mess-, Analyse- und Bewertungstätigkeiten. Es verfügt über ein starkes Team von Mitarbeitern, die die weltweiten Entwicklungen in Wissenschaft und Technik aufmerksam verfolgen und sich ständig weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „EN 448 Fernwärmerohre – Verbund-Einrohrsysteme für direkt erdverlegte Warmwassernetze – Werkseitig hergestellte Verbindungsbaugruppen bestehend aus Stahlmediumrohren, Polyurethan-Wärmedämmung und Polyethylen-Ummantelung“ an.

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