ISO 17299 Textilien – Bestimmung der Deodoranteigenschaften

ISO 17299 Textilien – Bestimmung der Deodoranteigenschaften

Die von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) entwickelte Norm „ISO 17299 Textilien – Bestimmung der desodorierenden Eigenschaften“ besteht aus folgenden, unter demselben Titel veröffentlichten Unterabschnitten:

ISO 17299 Textilien – Bestimmung der Deodoranteigenschaften

  • Die Norm „ISO 17299-1 Teil 1: Allgemeines Prinzip“ beschreibt das allgemeine Prinzip und die Deodorant-Testmethoden für Deodorant-Textilprodukte für Textilprodukte wie Gewebe, Gewirke, Vliesstoffe, Fasern und Garne, geflochtene Produkte, Bänder und Schlingen.

Grundsätzlich wird die Konzentration der gasförmigen Geruchsstoffkomponenten in den Probenbehältern (A) und den unbeprobten Behältern (B) nach der angegebenen Kontaktzeit mit den angegebenen Geräten gemessen. Die Reduktionsrate wird aus der Chemikalienkonzentration mit und ohne Probe bestimmt. Der Test sollte entweder mit der Geruchsstoffkomponente allein oder mit gemischten Geruchsstoffkomponenten durchgeführt werden, wie in den einzelnen Abschnitten der ISO 17299 beschrieben.

Die Testumgebung muss gemäß ISO 139-Norm bei 20 Grad Celsius und 65 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit gehalten werden. Die Proben werden mindestens 24 Stunden unter denselben Bedingungen aufbewahrt. Für diesen Test kann gemäß ISO 139-Norm eine Temperatur von 23 Grad Celsius und 50 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit verwendet werden. Die verwendeten Bedingungen werden anschließend im Testbericht festgehalten.

Das Prüfverfahren wird in anderen Teilen dieser Norm beschrieben. In allen Teilen werden die Konzentrationen des Prüfgases ohne und mit Probe als B bzw. A angegeben.

  • Die Norm „ISO 17299-2 Teil 2: Prüfröhrchen-Methode“ beschreibt ein Deodorant-Testverfahren mit einem Prüfröhrchen für alle Textilien. Dieses Verfahren ist auf Geruchsstoffe wie Ammoniak, Essigsäure, Methylmercaptan und Schwefelwasserstoff anwendbar.

Grundsätzlich wird die Konzentration gasförmiger Geruchskomponenten in Behältern mit oder ohne Prüfprobe nach einer festgelegten Kontaktzeit mit Prüfröhrchen gemessen. Aus den Konzentrationsdaten mit und ohne Probe wird die prozentuale Geruchsreduzierung der Chemikalienkonzentration berechnet. Jede Chemikalie muss separat getestet werden.

Die Prüfung jeder Geruchskomponente erfolgt separat. Jede Geruchskomponente wird unmittelbar vor der Prüfung vorbereitet. Andere Gasaufbereitungsmethoden, wie z. B. die Verwendung eines Standardgasgenerators (z. B. eines Parmearators oder einer Flasche), können ebenfalls verwendet werden.

Die Prüfumgebung wird gemäß ISO 139 bei 20 Grad Celsius und 65 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit gehalten. Die Abmessungen und Massen der Proben sind in der Tabelle der Norm aufgeführt. Die Anzahl der Prüfproben pro Prüfung beträgt drei. Bei mehrschichtigen Produkten können die Kante und die unbehandelte Schicht (oder die nicht verbundene Schicht) mit Aluminiumfolie abgedeckt werden, um den Kontakt mit Geruchsgasen zu verhindern. Alternativ kann die Probe mit der unbehandelten Schicht nach innen gefaltet werden. Die Proben werden mindestens 24 Stunden lang unter den für die Prüfung verwendeten Bedingungen konditioniert.

  • Die Norm „ISO 17299-3 Teil 3: Gaschromatographie-Verfahren“ beschreibt ein gaschromatographisches Prüfverfahren zur Deodorantprüfung aller Textilprodukte. Dieses Verfahren wird auf Duftstoffkomponenten wie Indol, Isovaleriansäure, Nonal und Essigsäure mit Natriumchloridzusatz angewendet. Dieses Prüfverfahren beschreibt zwei Herstellungsverfahren:
    • Bei Methode A wird ein Duftstoff in einem Behälter aufgetragen, wobei der Kontakt mit einer Probe vermieden wird. Jeder Duftstoff wird einzeln getestet.
    • Bei Methode B wird ein Geruchsstoff direkt in eine Probe in einem Behälter injiziert. Die bei dieser Methode getesteten Chemikalien sind eine Mischung aus Essigsäure und Natriumchlorid.

Grundsätzlich wird die Konzentration gasförmiger Geruchsstoffe in Behältern mit oder ohne Testprobe nach einer festgelegten Kontaktzeit mittels Gaschromatographie (GC) gemessen. Aus den Konzentrationsdaten mit und ohne Probe wird die Geschwindigkeit der Konzentrationsabnahme der Geruchsstoffe im Behälter berechnet.

Die bei diesem Test verwendete Testumgebung beträgt 20 Grad Raumtemperatur und 65 Prozent relative Luftfeuchtigkeit gemäß der Norm ISO 139.

Diese Norm definiert zwei Herstellungsverfahren: Verfahren A und Verfahren B. Eine Methode wird mit Zustimmung der zuständigen Parteien ausgewählt. Bei Textilprodukten ist die Probengröße bzw. -masse in der Tabelle der Norm angegeben. Bei mehrschichtigen Produkten können die Kante und die unbehandelte (oder nicht relevante) Schicht mit Aluminiumblechen abgedeckt werden, um den Kontakt mit dem Geruchsmedium zu verhindern. Bei Verfahren A kann das Produkt mit der nicht relevanten Schicht nach innen in zwei Hälften gefaltet werden.

  • Die Norm „ISO 17299-4 Teil 4: Kondensationsprobenanalyse“ beschreibt ein Deodorant-Testverfahren mit Analysegeräten nach Kondensationsprobenverfahren für alle Textilprodukte. Dieses Verfahren ist auf gasförmige Geruchsstoffe wie Indol, Methylmercaptan, Schwefelwasserstoff, Isovaleriansäure und Nonal anwendbar.

Grundsätzlich wird die Konzentration eines gasförmigen Geruchsstoffs in einem Behälter mit oder ohne Textilprobe nach einer bestimmten Zeit instrumentell gemessen. Die Abnahmerate der gasförmigen Geruchsstoffkonzentration wird aus der Differenz der durchschnittlichen Konzentrationsdaten des Behälters mit und ohne Probe berechnet. Die Prüfung sollte für jede Chemikalie separat durchgeführt werden.

Bei Textilprodukten ist die Probengröße bzw. -masse der Tabelle in der Norm zu entnehmen. Bei mehrschichtigen Produkten können die Kante und die unbehandelte (bzw. nicht zielgerichtete) Schicht mit einer Aluminiumfolie abgedeckt werden. Alternativ kann die Probe mit den unbehandelten Schichten nach innen gefaltet werden, um den Kontakt der unbehandelten Schichten mit der geruchsbelasteten Atmosphäre zu verhindern. Die Probenkonditionierung erfolgt gemäß ISO 17299-1.

  • Die Norm „ISO 17299-5 Teil 5: Metalloxid-Halbleiter-Sensorverfahren“ beschreibt ein Deodorant-Testverfahren mit einem Geruchsanalysator, der mit mehreren Metalloxid-Halbleiter-Sensoren für zusammengesetzte Gerüche ausgestattet ist. Die in dieser Norm verwendeten künstlichen zusammengesetzten Gerüche sind zur Hälfte Schweißgeruch, zur Hälfte Körpergeruch (nonenaler Mischgeruch) und zur Hälfte Fäkalgeruch. Diese Norm gilt für alle Arten von Textilien, einschließlich Gewebe, Strickwaren, Garne, Fäden, Fasern, Geflechte und Kordeln.

Grundsätzlich werden leicht unangenehm riechende Gase mit oder ohne Probe in Plastikbeutel gefüllt. Nach einer Reaktionszeit von zwei Stunden wird die Geruchseinheitskonzentration der verbleibenden Gase mit einem Geruchstester mit zehn Metalloxid-Halbleitersensoren ermittelt. Die Abnahmerate der Geruchsstoffkonzentration wird aus der Geruchseinheitskonzentration mit und ohne Probe berechnet.

  • Die Norm „ISO 17299-6 Teil 6: Gaschromatographie-Verfahren mit automatischer Dosierung und Probenahme“ beschreibt Gaschromatographie-Testverfahren (GC) für die Deodorantprüfung aller Textilprodukte. Diese Verfahren gelten für Duftstoffkomponenten wie Indol, Isovaleriansäure und Nonal. Dieses Dokument beschreibt zwei Verfahren:
    • Bei Methode A (Einzelanalyse) handelt es sich um die Methode, bei der ein Duftstoff in einem Behälter aufgetragen wird, wobei der Kontakt mit einer Testprobe vermieden wird.
    • Bei Methode B (Auto-Regeneration) wird ein Duftstoff in einem Behälter angewendet, wobei der Kontakt mit einer Testprobe vermieden wird und eine Testprobe wiederholt getestet wird.

Eine oder beide Methoden werden mit Zustimmung der relevanten Parteien ausgewählt. Beispiele für Testbedingungen sind im Standardanhang (Anhang B) enthalten.

Unsere Organisation unterstützt seit Jahren Unternehmen aller Branchen mit einem breiten Spektrum an Test-, Mess-, Analyse- und Bewertungsaktivitäten. Unser starkes Team verfolgt die globalen Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie aufmerksam und verbessert sich ständig. In diesem Zusammenhang bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm ISO 17299 „Textilien – Bestimmung der Deodorant-Eigenschaften“ an.

WhatsApp