
Die DIN-Norm 50018 „Prüfung in gesättigter Atmosphäre in Gegenwart von Schwefeldioxid (SO₂)“ beschreibt ein Verfahren zur Korrosionsprüfung in feuchter, SO₂-haltiger Atmosphäre. Dieses Verfahren wird häufig zur Bewertung der Korrosionsbeständigkeit von Metallen, Beschichtungen, lackierten Oberflächen, metallischen Werkstoffen und Korrosionsschutzsystemen unter Bedingungen eingesetzt, die industrielle Atmosphären, sauren Regen oder kontaminierte Umgebungen simulieren. Es beschleunigt Korrosionsprozesse und deckt so schnell Schwachstellen in Schutzsystemen auf.

Dieser Standard ist besonders wichtig in Branchen wie der Automobilindustrie, dem Baugewerbe, der Metallverarbeitung, der Beschichtungs- und Lackierindustrie sowie der allgemeinen Fertigung, wo Produkte schwefelhaltigen Verunreinigungen ausgesetzt sein können.
Das Prüfverfahren DIN 50018 hat folgendes Ziel:
Im Gegensatz zu neutralen Salzsprühtests (z. B. nach DIN EN ISO 9227) wird bei dieser Methode Schwefeldioxid verwendet, das in Gegenwart von Feuchtigkeit Schwefelsäure bildet und so ein aggressiveres saures Korrosionsmilieu erzeugt.
Bei diesem Prüfverfahren werden die Proben folgenden Zyklen unterzogen:
Der Kreislauf funktioniert typischerweise als Wechselkondensationsklima, wobei während der feuchten Phase Schwefeldioxid freigesetzt wird. Diese Norm definiert spezifische Varianten, die durch Codes wie AHT 1.0 S gekennzeichnet sind. Hier:
Die Zahl gibt die Schwefeldioxidkonzentration oder die Zyklusparameter an (z. B. 1,0 Liter Schwefeldioxid pro Testzyklus in einigen gängigen Varianten). Wenn keine spezifische Variante angegeben ist, ist AHT 1.0 S in der Regel der Standardwert.
Die grundlegenden Testbedingungen (typische Parameter) sind wie folgt:
Die Norm DIN 50018 steht in engem Zusammenhang mit verschiedenen internationalen Normen für die Prüfung der Schwefeldioxid-/Feuchtkorrosion:
Anwendungsgebiete und typische Einsatzfälle umfassen:
Der Test ist beschleunigt und bildet die realen Belastungsbedingungen nicht perfekt ab. Die Ergebnisse liefern Vergleichsdaten zur Leistung, nicht aber absolute Leistungsdaten. Die Korrelation mit der Leistung im praktischen Einsatz hängt von den jeweiligen Umgebungsbedingungen ab.
Kurz gesagt, beschreibt die DIN 50018 ein Verfahren zur Korrosionsprüfung in einer schwefeldioxidhaltigen Kondensationsatmosphäre. Sie wird häufig zur Bewertung der Korrosionsbeständigkeit metallischer Werkstoffe, Beschichtungen und Oberflächenbehandlungen unter industriellen oder verunreinigten atmosphärischen Bedingungen eingesetzt.
Dieser Standard simuliert Umgebungen, in denen Materialien folgenden Bedingungen ausgesetzt sind:
Diese Art von Erkrankungen tritt typischerweise auf bei:
Das Testverfahren hilft dabei, festzustellen, wie gut ein Material oder eine Beschichtung der Korrosion durch saure Kondensation widersteht.
Die Norm DIN 50018 beschreibt einen zyklischen Korrosionstest, der in einer geschlossenen Kammer durchgeführt wird. Die Testumgebung umfasst:
Löst sich Schwefeldioxid in kondensiertem Wasser, bildet es schweflige Säure, die empfindliche Materialien aggressiv angreift.
Der Testprozess umfasst im Allgemeinen folgende Schritte:
Die DIN 50018 bietet verschiedene Prüfintensitäten. Diese unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der eingesetzten Schwefeldioxidmenge und der Anzahl der durchgeführten Zyklen. Höhere Intensitäten deuten auf aggressivere Korrosionsbedingungen und einen schnelleren Abbau ungeschützter Werkstoffe hin.
Die Norm DIN 50018 wird häufig in folgenden Bereichen herangezogen:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die DIN 50018 eine wichtige Norm für Korrosionsprüfungen darstellt, die zur Bewertung der Werkstoffbeständigkeit in feuchten, schwefeldioxidhaltigen Umgebungen eingesetzt wird. Sie spielt eine entscheidende Rolle in der Qualitätskontrolle und Produktverifizierung, insbesondere in Branchen, in denen die Luftverschmutzung die Materialbeständigkeit erheblich beeinträchtigen kann.
Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm DIN 50018 an.
