
Die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) herausgegebene Norm „DIN 51558-2 Prüfung von Mineralölen - Bestimmung der Neutralisationszahl - Teil 2: Titration mit Farbindikator, Isolieröle“ beschreibt ein Prüfverfahren zur Bestimmung der Neutralisationszahl von Isolierölen, bei denen es sich um Mineralöle handelt, die hauptsächlich als elektrische Isolierflüssigkeiten in Transformatoren, Kondensatoren, Kabeln und ähnlichen Geräten verwendet werden.

Die Neutralisationszahl gibt den Gehalt an sauren Bestandteilen im Öl an. Sie dient als wichtiger Qualitäts- und Zustandsparameter.
Dieser Parameter ist in der Elektroindustrie von entscheidender Bedeutung für die Überwachung des Zustands von Transformatorenöl, da ein übermäßiger Säuregehalt die Verschlechterung der Isolierung, Korrosion oder Schlammbildung beschleunigen kann.
Das Prüfverfahren ist eine Farbindikatortitration:
Bei dieser Methode handelt es sich um eine potentiometrische oder visuelle Endpunktbestimmungsmethode, die für die typischerweise sehr niedrigen Säurewerte in Isolierölen optimiert ist.
Während die Norm DIN 51558-1 ein allgemeines farbbasiertes Titrationsverfahren für andere Mineralöle (insbesondere nicht für Isolieröle) beschreibt, ist die Norm DIN 51558-2 an die spezifischen Anforderungen und den niedrigen Säurebereich von Transformatoren-/Isolierölen angepasst. Dieses Verfahren wird häufig in Verbindung mit anderen Prüfungen wie der Bestimmung des Wassergehalts (Karl-Fischer-Titration), der Durchschlagspannung oder der Oxidationsstabilität angewendet.
Diese Methode ist nach wie vor ein klassisches Analyseverfahren, das in Erdöl- und elektrischen Isolationsprüflaboratorien weltweit breite Akzeptanz findet.
Kurz gesagt, die Norm DIN 51558-2 enthält ein Prüfverfahren zur Beurteilung der korrosiven Wirkung von Schmierstoffen und verwandten Flüssigkeiten auf Kupfer. Dieses Verfahren dient primär dazu, festzustellen, ob Mineralöle, Getriebeöle, Hydraulikflüssigkeiten oder andere Produkte auf Erdölbasis korrosive Schwefelverbindungen oder andere aggressive Substanzen enthalten, die Kupfer oder Kupferlegierungen schädigen könnten.
Dieser Test ist besonders wichtig für Schmierstoffe, die in Systemen mit folgenden Komponenten verwendet werden:
Die Hauptziele der Norm DIN 51558-2 sind folgende:
Kupferkorrosion kann zu Folgendem führen:
Dieses Prüfverfahren basiert auf dem Prinzip, einen polierten Kupferstreifen unter kontrollierten Temperatur- und Zeitbedingungen einem Schmierstoff auszusetzen. Der Prüfprozess umfasst im Wesentlichen folgende Schritte:
Nach der Prüfung wird der Kupferstreifen anhand eines Klassifizierungssystems bewertet, das typischerweise in folgenden Bereich fällt:
Je dunkler und unregelmäßiger die Verfärbung an der Oberfläche ist, desto aggressiver ist das Schmiermittel.
Die Norm DIN 51558-2 findet in folgenden Bereichen häufig Anwendung:
Die Sektoren, die auf diesen Test angewiesen sind, sind:
Die Norm DIN 51558-2 ist technisch vergleichbar mit folgenden Normen:
Diese Normen folgen ähnlichen Prinzipien, jedoch können die spezifischen Testbedingungen (Temperatur, Zeit, Bewertung) unterschiedlich sein.
Dieser Test ist für die Qualitätskontrolle von entscheidender Bedeutung, weil:
In Branchen wie der Automobilindustrie und der Schwerindustrie werden Schmierstoffe, die nicht der Norm DIN 51558-2 entsprechen, in der Regel für den Einsatz in Systemen mit Kupferlegierungen abgelehnt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Norm DIN 51558-2 eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung der chemischen Stabilität von Schmierstoffen und ihrer Verträglichkeit mit Kupferwerkstoffen spielt. Durch die frühzeitige Erkennung von Abrasionsneigungen können Hersteller und Anwender:
Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm DIN 51558-2 an.
