PSA D44 5125 Linearer Verschleißtest

PSA D44 5125 Linearer Verschleißtest

Der vom französischen Automobilkonzern Renault entwickelte Standard „PSA D44 5125 Linear wear test“ beschreibt ein Prüfverfahren zur Ermittlung des Verschleißes unter linearer Reibung. Bei der Prüfung wird die Oberfläche der Probe einem kontrollierten Abriebeffekt mit einem definierten Reibmedium ausgesetzt. Dieses Prüfverfahren ist für alle Werkstoffe und Teile gültig, deren Oberflächen einem Abrieb ausgesetzt sind.

PSA D44 5125 Linearer Verschleißtest

Bei der Durchführung dieses Tests wird die Probe grundsätzlich mit einem bestimmten Reibmedium, einer definierten Kraft und einer bestimmten Anzahl von Zyklen belastet.

Die bei diesen Tests verwendete Ausrüstung umfasst:

  • Standardlabor. Zur Durchführung dieses Testverfahrens ist ein Standardlabor erforderlich.
  • Tester. Dieses Gerät basiert auf einem Kratztester gemäß der Norm ISO 1518-1. Das Funktionsprinzip ist in der Abbildung der Norm dargestellt. Eine Bewegung der Probe oder des Arms des Prüfgeräts hat keinen Einfluss auf das Ergebnis, beide Prinzipien können genutzt werden. Wichtig ist, dass er horizontal verschiebbar ist und über eine vertikale Spannvorrichtung für die Prüfumgebung verfügt. Der Träger des Prüfmediums muss über eine Aufnahme für die Gewichte und gegebenenfalls eine Aufnahme für die Gegengewichte verfügen, um die erforderliche Kraft aufzubringen. Um die gewünschte Geschwindigkeit und Hublänge zu erreichen, sollten Geschwindigkeit und Hub einstellbar sein. Das Prüfmedium (Reibmedium) ist ein austauschbares Teil, das in die Spannvorrichtung eingespannt ist. An dem der Probe zugewandten Ende des Prüfmediums wird ein Reibmedium (z. B. Bürste, Schleifpapier, Schaber) angebracht. Eine ausführliche Beschreibung befindet sich im Anhang der Norm.
  • Zu den für den Test erforderlichen Informationen gehören: Reibmedium (Testmedium), Hublänge, Anzahl der Zyklen, Geschwindigkeit (Zyklen/Minute) und Druckkraft. Diese Daten müssen in der Materialspezifikation, den technischen Zeichnungen, den zugehörigen Dokumenten sowie allen Berichten und Zertifikaten angegeben werden.

Die Testproben sollten für die zu messende Menge repräsentativ sein. Um diese Repräsentation zu gewährleisten, ist es notwendig, die grundlegenden Merkmale der untersuchten Population herauszufinden. Die Auswahlkriterien für die Proben sollten im Prüfbericht aufgeführt und dessen Inhalt definiert werden. Wenn hinsichtlich der Probenahme Zweifel bestehen, sollte PSA kontaktiert werden, um die einzuhaltenden Regeln zu erfahren.

Bei der Probenvorbereitung sollte die Probe aus dem fertigen Bauteil geschnitten werden. Größe und Form müssen einen ordnungsgemäßen Kontakt zwischen Probe und Träger gewährleisten. Die Hublänge muss in einer Richtung auf der Prüffläche angegeben werden. Für Schiedsverfahren und Erstzulassungen sollten mindestens drei Proben getestet werden, für routinemäßige Qualitätskontrollen sollte mindestens eine Probe getestet werden. Wenn eine Prüfung in mehr als einer Richtung erforderlich ist, sollte in jeder Richtung eine Mindestanzahl von Proben geprüft werden.

Textilproben (einschließlich Leder- und Kunststoffrollenprodukte) sollten in Längsrichtung (Maschinenrichtung) und Querrichtung bzw. in Streifen- und Reihenrichtung oder in Kett- und Reihenrichtung entnommen werden. Wenn die Maschinenrichtung nicht bestimmt werden kann, sollten Proben in zwei zueinander senkrechten Richtungen entnommen werden. Für Schiedsverfahren und Erstzulassungen sollten mindestens drei Proben getestet werden, für eine routinemäßige Qualitätskontrolle sollte mindestens eine Probe getestet werden. Der Test sollte nach mindestens 23 Stunden Konditionierung in einer Umgebung mit 5 Grad plus/minus 50 Grad Temperatur und 5 Prozent plus/minus 24 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit durchgeführt werden.

Bei Elastomeren sollte zwischen Prüfung und Vulkanisation (Beschichtungsauftrag) eine Aushärtezeit von mindestens 72 Stunden eingehalten werden. Vor der Prüfung sollten die Proben 23 Stunden lang bei 5 Grad plus/minus 8 Grad gelagert werden und dürfen danach keine Flecken aufweisen.

Für alle anderen Werkstoffe ist die jeweilige Werkstoffspezifikation zu beachten.

Das Eintauchen in eine Prüfflüssigkeit ist nur erforderlich, wenn dies in der entsprechenden technischen Zeichnung oder Materialspezifikation angegeben ist. Die Proben sind 10 Sekunden lang (± 1 Sekunde) bei 23 °C ± 5 °C einzutauchen und anschließend 1 Stunde lang bei 23 °C ± 5 °C an der Luft zu trocknen. Die Flüssigkeit muss anhand ihrer chemischen Zusammensetzung oder der entsprechenden Materialspezifikation eindeutig identifiziert werden. Die Flüssigkeit muss in der Materialspezifikation oder der technischen Zeichnung spezifiziert sein.

Der Test sollte unter Standardlaborbedingungen bei einer Umgebungstemperatur von 23 Grad plus/minus 5 Grad ohne Feuchtigkeitskontrolle durchgeführt werden.

Bei der Durchführung des Tests sollte die Probe so auf die Unterlage gelegt werden, dass sie vollständig auf der Testoberfläche aufliegt. Außerdem sollte es so festgeklemmt werden, dass der Test von der Mitte der Probe aus durchgeführt werden kann. Das Testmedium sollte mit dem Arm des Testers verbunden sein.

Wenn ein Prüfgerät mit Gewichtsausgleich verwendet wird, muss der Arm, an dem das jeweilige Prüfmedium befestigt ist, vollen Kontakt mit der Prüfoberfläche haben. Die erforderliche Kraft sollte mit einem entsprechenden Gewicht auf den Arm mit dem Prüfmedium aufgebracht werden. Bei Verwendung einer Prüfvorrichtung ohne Ausgleichseinrichtung wird das Gewicht des Arms mit dem Prüfmedium ermittelt und mit entsprechenden Zusatzgewichten belastet, bis die erforderliche Druckkraft aufgebracht werden kann.

Der Verschleiß sollte visuell beurteilt werden. Die Bewertung und Benotung sollte nach Reibung und Prüfmaterial erfolgen.

Unsere Organisation verfügt über einen starken Mitarbeiterstamm, der die Entwicklungen im Bereich Wissenschaft und Technologie weltweit aufmerksam verfolgt und sich ständig verbessert. Zu den zahlreichen Prüf-, Mess-, Analyse- und Bewertungsstudien, die wir für Unternehmen aus verschiedenen Branchen durchführen, gehören auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „PSA D44 5125 Linearer Verschleißtest“.

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