EN 338 Konstruktionsholz - Festigkeitsklassen
Die europäische Norm „EN 338 Konstruktionsholz – Festigkeitsklassen“ legt ein Festigkeitsklassensystem für die allgemeine Anwendung in Bemessungsnormen fest. Diese Norm definiert die charakteristischen Festigkeits- und Steifigkeitseigenschaften sowie die Dichtewerte für jede in der Norm EN 14081-1 genannte Klasse. Sie gilt für alle Nadel- und Laubhölzer, die für tragende Konstruktionen vorgesehen sind.

Diese Norm beinhaltet zusätzliche Festigkeitsklassen, vor allem für Konstruktionsholz, das Zugbelastungen ausgesetzt ist.
Im Sinne dieser Norm bezeichnet der Begriff „Population“ Holz mit relevanten Eigenschaften. Eine Population wird durch Parameter wie Holzart oder Holzartenkombination, Herkunft und Festigkeitsklasse definiert.
Die Norm EN 338 sieht eine Reihe von Festigkeitsklassen vor, die jeweils durch eine Zahl gekennzeichnet sind, welche den Wert der Kantenbiege- oder Zugfestigkeit in N/mm² angibt.
- Für Nadelholzarten, basierend auf Kantenbiegeversuchen, sind die charakteristischen Festigkeits-, Steifigkeits- und Dichtewerte der Festigkeitsklassen in der Tabelle mit dem Titel „Festigkeitsklassen für Nadelholz basierend auf Kantenbiegeversuchen – Festigkeits-, Steifigkeits- und Dichtewerte“ angegeben.
- Für Nadelholzarten, die auf Zugversuchen basieren, sind die charakteristischen Festigkeits-, Steifigkeits- und Dichtewerte der Festigkeitsklassen in der Tabelle mit dem Titel „Festigkeitsklassen für Nadelholz nach Zugversuchen – Festigkeits-, Härte- und Dichtewerte“ angegeben.
- Für Hartholzarten, die auf Kantenbiegeversuchen basieren, sind die charakteristischen Festigkeits-, Steifigkeits- und Dichtewerte der Festigkeitsklassen in der Tabelle mit dem Titel „Festigkeitsklassen für Harthölzer basierend auf Kantenbiegeversuchen – Festigkeits-, Steifigkeits- und Dichtewerte“ angegeben.
Die in Europa am häufigsten verwendeten Kraftklassen sind in den Tabellen fett gedruckt.
Die Norm EN 338, ein System zur Klassifizierung von Bauholz nach seinen mechanischen Eigenschaften, gewährleistet Einheitlichkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Holz, das für tragende Anwendungen im Bauwesen in ganz Europa verwendet wird.
Die Norm EN 338 definiert eine Reihe von Festigkeitsklassen für Nadel- und Laubholz. Diese Norm liefert charakteristische Werte für die folgenden Eigenschaften:
- Festigkeitseigenschaften (z. B. Biegung, Zug, Druck, Scherung).
- Steifigkeitseigenschaften (Elastizitätsmoduln).
- Dichte.
Diese Werte werden in Normen für die Tragwerksplanung wie Eurocode 5 (EN 1995-1-1) verwendet und ermöglichen es Ingenieuren, eine Festigkeitsklasse (z. B. C24) anstelle der spezifischen Eigenschaften einzelner Holzarten festzulegen. Diese Norm gilt für rechteckige Vollholzstücke und verweist auf die Norm EN 14081-1 für die Holzklassifizierung und die CE-Kennzeichnung.
Die neueste Aktualisierung dieses Standards umfasst Folgendes:
- Neue Klassifizierungen für Nadelhölzer auf der Grundlage von Zugversuchen.
- Erweiterte Kurse für Harthölzer.
- Charakteristische Werte, die für bestimmte Merkmale festgelegt wurden.
Gemäß dieser Norm ergeben sich folgende Festigkeitsklassen:
- C: Für Nadelhölzer (z. B. sind C16, C24, C30 am häufigsten).
- D: Für Laubhölzer (z. B. D30, D50, D70 für höherfeste Arten wie Eiche).
Höhere Zahlenwerte weisen auf größere Festigkeit und Härte hin. Gängige Güteklassen reichen von C14 bis C50 für Nadelhölzer und von D18 bis D70 für Laubhölzer.
Diese Tabellen listen typischerweise die folgenden Merkmale auf:
- Biegefestigkeit.
- Zugfestigkeit parallel/senkrecht.
- Parallele Druckfestigkeit.
- Mittlerer paralleler Elastizitätsmodul
- Intensität
Beispielsweise weist die beliebte Stahlsorte C24 eine charakteristische Biegefestigkeit von 24 MPa und eine durchschnittliche Härte von etwa 11 GPa auf.
Die Norm EN 338 ist wichtig für Architekten, Ingenieure und Bauunternehmer, die Holz für Balken, Fußböden, Rahmen oder Fachwerkträger spezifizieren. Sie ist mit folgenden Vorschriften verknüpft:
- Norm EN 1995 für Design (Eurocode 5).
- EN 14081 Norm für die Klassifizierung von Holzkennzeichnungen.
EN 338 ist eine grundlegende europäische Norm, die Festigkeitsklassen definiert und charakteristische Werte für mechanische Eigenschaften wie Biegefestigkeit, Steifigkeit (Elastizitätsmodul), Druckfestigkeit, Zugfestigkeit, Scherfestigkeit und Dichte angibt.
Dieser Standard wird aus folgenden Gründen als wichtig erachtet:
- Es gewährleistet die strukturelle Sicherheit: Die Eigenschaften basieren auf statistischen Untergrenzen (5. Perzentil) und bieten einen Sicherheitsspielraum gegen das Versagensrisiko von tragenden Bauteilen wie Balken, Decken und Rahmen. Ohne Standardisierung können die unterschiedlichen Eigenschaften von Holz verschiedener Arten oder Herkunftsorte zu unvorhersehbarem Verhalten und Risiken in Gebäuden führen.
- Eurocode 5 vereinfacht Planung und Integration: Ingenieure verwenden Festigkeitsklassen direkt in Berechnungen gemäß Eurocode 5 (EN 1995-1-1), dem wichtigsten Bemessungsstandard für Holzkonstruktionen in Europa. Anstatt jede Charge oder jeden Typ zu prüfen, legen Planer eine Klasse (z. B. C24) fest und wenden deren vordefinierte Werte an. Dies beschleunigt die Planung, macht sie einheitlicher und harmonisiert sie in allen EU-Ländern.
- Es erleichtert den harmonisierten Handel und die CE-Kennzeichnung: Diese Norm ermöglicht die Einteilung von Holz verschiedener Arten, Herkünfte und Erzeuger in gemeinsame Klassen und gewährleistet so den freien Warenverkehr auf dem europäischen Markt. Nach dieser Norm klassifiziertes Holz (visuell oder mechanisch) mit der obligatorischen CE-Kennzeichnung erfüllt die Anforderungen für den konstruktiven Einsatz.
- Es unterstützt die effiziente und nachhaltige Nutzung von Holz: Es fördert die optimale Materialauswahl – höhere Güteklassen für anspruchsvolle Anwendungen, niedrigere für den allgemeinen Gebrauch. Es fördert eine nachhaltige Forstwirtschaft durch die Standardisierung verschiedener Holzarten (einschließlich Harthölzer in Aktualisierungen), die Reduzierung von Abfall und die Unterstützung von Holz als erneuerbare, CO₂-arme Alternative zu Stahl/Beton. Moderne Massivholzkonstruktionen, Hochhäuser und innovative Entwürfe basieren auf einer zuverlässigen Klassifizierung.
- Visuelle und mechanische Klassifizierungsmethoden: Die Norm EN 338 unterstützt sowohl die visuelle Klassifizierung (Inspektion auf Äste und Defekte) als auch die mechanische Klassifizierung (zerstörungsfreie Prüfung auf Härte/Dichte), wodurch Genauigkeit und Effizienz gesteigert werden.
Im Wesentlichen harmonisiert die Norm EN 338 die Baupraktiken und fördert die Nachhaltigkeit im Bauwesen, indem sie sichere, effiziente und innovative Holzkonstruktionen in ganz Europa unterstützt.
Kurz gesagt, bietet dieser Standard einen robusten und standardisierten Rahmen, der den modernen Holzbau unterstützt und Leistung, Sicherheit und Nachhaltigkeit in Einklang bringt.
Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir Unternehmen auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „EN 338 Konstruktionsholz – Festigkeitsklassen“ an.