
Die von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) herausgegebene Norm ISO 13337 „Geschlitzte Federstifte für leichte Beanspruchung“ beschreibt die Spezifikationen für geschlitzte Federstifte für leichte Beanspruchung aus Stahl oder austenitischem bzw. martensitischem Edelstahl mit Nenndurchmessern zwischen 2 mm und 50 mm (einschließlich). Die Nenndurchmesser sind so gewählt, dass die Stifte gemäß der Norm ISO 8752 ineinandergesteckt oder mit hochbelastbaren Stiften kombiniert werden können.

In der Praxis muss der Durchmesser der Bohrung, in die der Federstift eingesetzt wird, dem Nenndurchmesser des Gegenstifts entsprechen und die Toleranzklasse H12 aufweisen. Bei Montage in der kleinstmöglichen Bohrung darf die Buchse nicht vollständig geschlossen sein.
In der Maschinenbau- und Fertigungsindustrie spielen Verbindungselemente eine entscheidende Rolle für die Integrität und Funktionalität von Baugruppen. Federstifte (auch als Rollenstifte oder Schlitzstifte bekannt) bieten eine zuverlässige und manipulationssichere Methode zum Verbinden von Bauteilen ohne Gewindeschneiden oder komplexe Montagewerkzeuge. Die Norm ISO 13337 regelt die Konstruktion und Spezifikationen von Schlitzfederstiften, die speziell für Anwendungen mit geringer Beanspruchung entwickelt wurden.
Dieser Standard bietet Ingenieuren, Herstellern und Einkäufern präzise Richtlinien, um Konsistenz, Qualität und Interoperabilität in globalen Lieferketten sicherzustellen. Er ersetzt frühere nationale Normen wie die deutsche DIN 7346 und fördert die Einheitlichkeit in einer Branche, in der selbst geringfügige Abweichungen zu Ausfällen führen können. Auch heute noch ist dieser Standard ein Eckpfeiler für Steckverbinderlösungen in Branchen wie der Automobil-, Elektronik- und Konsumgüterindustrie.
Die Norm ISO 13337 definiert die Spezifikationen für geschlitzte Federstifte aus Stahl oder austenitischem/martensitischem Edelstahl, optimiert für leichte Beanspruchung. Diese Stifte sind zylindrisch geformt und verfügen über eine Längsnut, die ein Klemmen in etwas kleineren Bohrungen ermöglicht. Die federartige Flexibilität des Stifts gewährleistet durch radialen Druck auf die Bohrungswände einen sicheren, vibrations- und scherfesten Reibsitz.
Diese Norm deckt Stifte mit Nenndurchmessern von 2 mm bis 50 mm ab und ist somit vielseitig einsetzbar – von kleinen elektronischen Geräten bis hin zu größeren Maschinenkomponenten. Sie unterscheidet sich von Normen für höhere Beanspruchungen wie „ISO 8752 Federstifte – Nutstifte, hochbelastbar“ für Schraubenfederstifte oder „ISO 13336 Leder – Spezifikationen für Polsterleder – Leitfaden zur Lederauswahl für Möbel“ für geschlitzte, hochbelastbare Stifte, da sie den Fokus auf die Anforderungen für leichte Beanspruchungen legt. Wichtige Kriterien sind Materialeigenschaften, Maßtoleranzen und die Anforderungen an die Belastbarkeit im typischen Betrieb ohne bleibende Verformung.
Diese Norm ersetzt die Norm „DIN 7346 Leichte Nut- und Federstifte (Rollstifte)“ und trägt den Fortschritten in der Fertigungspräzision und der Materialwissenschaft Rechnung. Sie ist nahtlos in die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG integriert.
Die Norm ISO 13337 bietet im Wesentlichen ein tabellenbasiertes Verfahren zur Dimensionierung, das sicherstellt, dass Stifte den Standardlochgrößen entsprechen und gleichzeitig ihre Elastizität beibehalten. Ihre wichtigsten Merkmale sind:
Werkstoffe müssen Mindestanforderungen an die Steifigkeit erfüllen (z. B. Rockwell-B-Härte nach ISO 6507-1), um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Duktilität und Festigkeit zu erzielen. Gängige Güteklassen sind A2-50, A2-70, A4-80 sowie höherfeste Varianten wie 10.9 oder 12.9 für spezielle Anforderungen.
Beispielsweise kann ein Stift mit 6 mm Durchmesser im komprimierten Zustand einen Durchmesser von 5,8 mm und Längen zwischen 24 mm und 72 mm aufweisen. Die Toleranzen sind eng, um eine gleichbleibende Leistung zu gewährleisten (z. B. plus/minus 0,05 mm bei kleineren Abmessungen).
Federbolzen mit Nut nach ISO 13337 eignen sich hervorragend für Anwendungen mit geringer Beanspruchung, bei denen keine dauerhafte Befestigung erforderlich ist, und ermöglichen bei Bedarf ein einfaches Entfernen. Typische Anwendungsbereiche sind:
Ihre Vorteile gegenüber massiven Dübeln oder Schrauben sind folgende:
Bei der Massenproduktion tragen diese Stifte zur schlanken Fertigung bei, indem sie die Montagelinien beschleunigen; die Platzierungszeiten pro Stift liegen typischerweise unter 5 Sekunden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Norm ISO 13337 präzise Parameter für leichtbelastete Federbolzen definiert und so branchenübergreifend sicherere und effizientere Konstruktionen ermöglicht. Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Automatisierung in der Fertigung spielen diese Verbindungselemente weiterhin eine entscheidende Rolle. Für alle, die in den Bereichen Konstruktion und Beschaffung tätig sind, ist die Einhaltung dieser Norm ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung der Langlebigkeit.
Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Verbesserung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir Unternehmen auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „ISO 13337 Federstifte – Nut, leichte Beanspruchung“ an.
