
Die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) herausgegebene Norm „DIN 53423 Prüfung von starren Zellwerkstoffen – Biegeprüfung“ beschreibt die Durchführung von Biegeprüfungen an starren Zellwerkstoffen wie Hartschaumstoffen. Diese Norm wird häufig in Materialdatenblättern zitiert, insbesondere für Polyurethan- (PU-), Polymethacrylamid- (PMI-) und Melaminschäume sowie ähnliche Hartschaumprodukte, die in der Dämmung, im Bauwesen, in der Luft- und Raumfahrt, bei Modellbauplatten und als Verbundwerkstoffkernmaterialien eingesetzt werden.

Ältere Prüfverfahren für Hartschaum basierten im Allgemeinen auf dieser DIN-Normenreihe, beispielsweise DIN 53421 für Druckfestigkeit und DIN 53423 für Biegefestigkeit. Heutzutage orientieren sich die meisten internationalen Prüfverfahren an kompatiblen internationalen Normen wie beispielsweise:
Viele Materialhersteller führen in älteren technischen Datenblättern immer noch DIN 53423-Normwerte auf, sei es zum historischen Vergleich oder weil ältere Zertifikate/Produkte darauf verweisen.
Gemäß der Norm DIN 53423 werden Biegeversuche durchgeführt, um das Verhalten von Hartschaumproben unter Drei- oder Vierpunktbiegung bis zum Bruch oder einer definierten Verformung zu ermitteln. Die üblicherweise erfassten grundlegenden Kennwerte sind:
Ein typischer Testaufbau sieht wie folgt aus:
Hartschaumstoffe weisen je nach Dichte und Art eine große Bandbreite auf:
Diese Werte finden sich häufig in technischen Datenblättern für Dämmschäume, Sandwichpaneelkerne, Türrahmenschäume und Verbundwerkstoffe.
Bis vor Kurzem bildete die Normenreihe DIN 5342x das Rückgrat vieler europäischer Verfahren zur Schaumstoffcharakterisierung. Auch nach ihrer Rücknahme dient sie weiterhin als anerkannter Bezugspunkt beim Vergleich historischer Materialeigenschaften oder beim Lesen alter Zertifikate und Patente.
Wenn heute Prüfungen an starren Zellkunststoffen erforderlich sind, werden folgende Normen angewendet:
Kurz gesagt, die DIN 53423 bietet ein Verfahren zur Bestimmung des Biegeverhaltens von starren Zellwerkstoffen wie Hartschaumstoffen. Da die DIN 53423 jedoch mittlerweile veraltet ist, werden internationale Normen wie ISO 1209-1 und ISO 1209-2 als moderne Alternativen vorgeschlagen.
Die DIN 53423 dient primär der Bewertung der Biegefestigkeit von zellularen Werkstoffen. Durch gezielte Krafteinwirkung auf eine Probe wird ermittelt, welche Belastung der Werkstoff aushält, bevor er sich verformt oder bricht.
Diese Informationen helfen Herstellern und Forschern in folgenden Bereichen:
Zu den typischen getesteten Materialien gehören:
Die DIN 53423 verwendet eine Dreipunkt-Biegekonfiguration. Das Grundprinzip ist wie folgt:
Die aufgebrachte Last und die daraus resultierende Verformung werden aufgezeichnet, bis eine definierte Durchbiegung oder ein Bruch auftritt. Dieses Verfahren ermöglicht die Bestimmung des Biegeverhaltens eines Materials unter Biegebeanspruchung, was insbesondere für starre Zellwerkstoffe von entscheidender Bedeutung ist, die in realen Anwendungen häufig Biegebelastungen ausgesetzt sind.
Für den Test werden üblicherweise folgende Unterlagen benötigt:
Die Last wird schrittweise und mit konstanter Geschwindigkeit aufgebracht, während die Reaktion der Probe überwacht wird.
Die im Test verwendeten Proben weisen typischerweise folgende Eigenschaften auf:
Eine ordnungsgemäße Konditionierung der Proben (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) vor der Prüfung ist in der Regel notwendig, um reproduzierbare Ergebnisse zu gewährleisten.
Ein vereinfachtes Testverfahren umfasst Folgendes:
Der Biegeversuch ermöglicht die Bestimmung der folgenden Parameter:
Diese Werte helfen, das mechanische Verhalten von starren zellulären Kunststoffen zu charakterisieren, insbesondere bei Anwendungen, bei denen Biegespannungen auftreten.
Die Norm DIN 53423 ist nicht mehr gültig und wurde weitgehend durch die folgenden internationalen Normen ersetzt:
Diese Normen bieten umfassendere Methoden, einschließlich der Berechnung der Biegefestigkeit und des Elastizitätsmoduls mithilfe eines Dreipunkt-Biegesystems.
Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm DIN 53423 an.
