EN 723 Verbrennungsverfahren zur Bestimmung des Kohlenstoffgehalts an der Innenfläche von Kupferrohren oder -formstücken

EN 723 Verbrennungsverfahren zur Bestimmung des Kohlenstoffgehalts an der Innenfläche von Kupferrohren oder -formstücken

Die europäische Norm „EN 723 Kupfer und Kupferlegierungen – Verbrennungsverfahren zur Bestimmung des Kohlenstoffgehalts an der Innenfläche von Kupferrohren oder -formstücken“ beschreibt ein Verbrennungsverfahren zur Bestimmung des Kohlenstoffgehalts (falls vorhanden) an der Innenfläche von Kupferrohren oder Kupfer- bzw. Kupferlegierungsformstücken. Diese Norm gilt ausschließlich für nahtlose, runde Kupferrohre gemäß den Normen EN 1057 und EN 13348 sowie für Kupfer- bzw. Kupferlegierungsformstücke (alle Teile) gemäß der Norm EN 1254.

EN 723 Verbrennungsverfahren zur Bestimmung des Kohlenstoffgehalts an der Innenfläche von Kupferrohren oder -formstücken

Dieses Verfahren beruht auf dem Prinzip, den an der Innenfläche eines Rohrs oder Formstücks vorhandenen Kohlenstoff in einem Sauerstoffstrom bei einer bestimmten Temperatur zu verbrennen. Durch Messung des entstehenden Kohlendioxids wird der Restkohlenstoffgehalt bzw. der Gesamtkohlenstoffgehalt oder beides mittels Infrarot-Absorptionsspektrometrie bestimmt. Der potenzielle Kohlenstoffgehalt wird berechnet, indem der Restkohlenstoffgehalt vom Gesamtkohlenstoffgehalt subtrahiert wird.

Die Norm EN 723 definiert ein spezifisches Prüfverfahren zur Messung von Restkohlenstoff auf der Innenfläche von Kupferrohren oder Kupferformstücken. Selbst geringe Mengen an Restkohlenstoff können in Anwendungsbereichen wie den folgenden kritisch sein:

  • Medizinische Gasleitungen
  • Anlagen für Lebensmittelanwendungen
  • Hochreine Gassysteme
  • Kühl- und Klimaanlagen mit Kupferrohren

Überschüssiger Kohlenstoff auf der Innenfläche (typischerweise durch Herstellungsschmierstoffe oder unvollständig entfernte Extraktionsprozesse) kann zu Problemen wie Kontamination, Korrosion oder Reaktionen unter hohen Temperaturen und Sauerstoffkonzentrationen führen. Diese Norm unterstützt Hersteller, Prüflaboratorien und Endanwender bei der Überprüfung, ob ihre Kupferprodukte die Reinheitsanforderungen für diese sensiblen Anwendungen erfüllen.

Dieses Verfahren basiert auf einer Verbrennungstechnik:

  • Ein definierter Abschnitt eines Kupferrohrs oder -formstücks wird vorbereitet (in der Regel auf eine geeignete Länge zugeschnitten).
  • Die Probe wird in einen Verbrennungsofen/ein Verbrennungsrohr gegeben und in einer sauerstoffreichen Hochtemperaturatmosphäre erhitzt.
  • Jeglicher auf der inneren Oberfläche vorhandener Kohlenstoff oxidiert zu Kohlendioxid.
  • Das entstehende Kohlendioxid wird aufgefangen und seine Menge üblicherweise mittels Infrarotabsorption oder einer anderen geeigneten Gasanalysemethode bestimmt.
  • Der Kohlenstoffgehalt wird berechnet und als Masse pro Flächeneinheit oder als Gesamtmasse angegeben.

Dieses Verfahren dient speziell dem Nachweis von Oberflächenkohlenstoff (nicht von Kohlenstoff im Inneren der Kupferlegierung selbst).

Die Norm EN 723 gilt für Kupfer und bestimmte Kupferlegierungen, die bei der Herstellung von Rohren und Formstücken verwendet werden. Sie legt Kalibrierungs- und Geräteanforderungen (Ofen, Sauerstoffversorgung, Gasanalysegeräte) fest. Genauigkeits- und Wiederholkriterien sind definiert. Sicherheitsvorkehrungen für die Verbrennung bei hohen Temperaturen und den Umgang mit Sauerstoff sind ebenfalls enthalten.

Es handelt sich hierbei um eine technische Prüfmethodennorm (nicht um eine Produktspezifikation), daher wird sie üblicherweise in umfassenderen Kupferrohrnormen (z. B. EN 1057 Norm für nahtlose runde Kupferrohre) erwähnt, wenn eine Reinigung der Innenfläche erforderlich ist.

Kurz gesagt, die Norm EN 723 ist ein europäisches Prüfverfahren zur Bestimmung der Rohdichte von zellularen Kunststoffen, insbesondere von Hartschaumstoffen, die in der Wärmedämmung und im Bauwesen eingesetzt werden. Diese Norm findet breite Anwendung bei der Bewertung von Materialien wie Polyurethan (PU), Polyisocyanurat (PIR), Phenolschaum und anderen zellularen Hartkunststoffen, die im Hochbau, in Kühlsystemen und in der industriellen Isolierung Verwendung finden.

Die Norm EN 723 definiert ein standardisiertes Verfahren zur Messung der Schüttdichte von zellularen Kunststoffen. Da zellulare Kunststoffe gasgefüllte Zellen enthalten, wird die gemessene Dichte als Schüttdichte und nicht als tatsächliche Materialdichte bezeichnet.

Diese Norm sieht Folgendes vor:

  • Interlaborkonsistenz
  • Zuverlässiger Produktvergleich
  • Qualitätskontrolle in der Produktion
  • Einhaltung der europäischen Bauvorschriften.

Die Norm EN 723 gilt für:

  • Starre Zellkunststoffe
  • Dämmplatten und -blöcke
  • Formschaumprodukte
  • Vorgeschnittene Testproben

Europäische Produktnormen dienen im Allgemeinen als Referenz für Wärmedämmstoffe, die in Gebäuden verwendet werden.

  • Die Testmethode ist einfach und folgt diesen Schritten:
  • Es wird eine Testprobe mit festgelegten Abmessungen vorbereitet.
  • Die Masse der Probe wird mit einer kalibrierten Waage gemessen.
  • Das Volumen wird aus den gemessenen Abmessungen (Länge x Breite x Dicke) berechnet.

Die scheinbare Dichte wird berechnet, indem die Masse durch das Volumen geteilt wird. Das Ergebnis wird in kg/m³ angegeben.

Die Norm EN 723 legt Folgendes fest:

  • Rechteckige oder regelmäßig geformte Exemplare
  • Glatte, unbeschädigte Oberflächen
  • Die Abmessungen wurden mit kalibrierten Instrumenten gemessen.
  • Vor der Prüfung in einer standardisierten Laboratmosphäre konditionieren.

Für die typische Konditionierung sind eine Temperatur von 23 Grad Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent erforderlich. Die Messgenauigkeit ist entscheidend, da bereits kleine Messfehler die berechnete Dichte erheblich beeinflussen können.

Die scheinbare Dichte beeinflusst direkt Folgendes:

  • Wärmedämmleistung: Eine höhere Dichte erhöht im Allgemeinen die mechanische Festigkeit, kann aber die Wärmeleitfähigkeit beeinträchtigen.
  • Mechanische Eigenschaften: Die Dichte beeinflusst die Druckfestigkeit, die Biegefestigkeit und die Dimensionsstabilität.
  • Brandverhalten: Schaumstruktur und -dichte beeinflussen sein Verhalten im Brandfall.
  • Qualitätskontrolle: Die Hersteller verwenden Dichtemessungen nach EN 723, um die Produktionskonsistenz zu überprüfen.

Die Norm EN 723 findet in folgenden Bereichen breite Anwendung:

  • Dämmstoffe für Gebäude
  • Kühllagersysteme
  • Sandwichpaneele
  • Kühlgeräte
  • Isolierung für Heizung, Lüftung und Klimaanlage

Die Hersteller verlassen sich auf die Norm EN 723, um die Einhaltung der Anforderungen der europäischen Bauprodukteverordnung (CPR) sicherzustellen.

Die Dichte ist ein entscheidendes Merkmal für die CE-Kennzeichnung und Produktzertifizierung in Europa. Die Norm EN 723 sieht Folgendes vor:

  • Wiederholbare Methodik
  • Objektive Vergleichskriterien
  • Grundprinzipien der Produktklassifizierung.

Ohne standardisierte Intensitätsmessung können Leistungsdaten verschiedener Hersteller nicht verglichen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Norm EN 723 eine grundlegende europäische Prüfnorm zur Bestimmung der Rohdichte von zellularen Kunststoffen darstellt. Obwohl das Verfahren einfach ist, spielt es eine entscheidende Rolle für die Materialleistung, die Produktkonsistenz und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften im Dämm- und Bausektor.

Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm EN 723 an.

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