
Die von BMW, einem multinationalen Fahrzeughersteller, entwickelte Norm „BMW AA 0134 Trockenkratzfestigkeitsprüfung mit Crockmeter“ beschreibt ein internes Prüfverfahren zur Bewertung der Trockenkratzfestigkeit von Fahrzeugoberflächen, insbesondere von Beschichtungen, Lacken sowie Innen- und Außenmaterialien. Dieses Prüfverfahren nutzt ein Crockmeter (ein standardisiertes Reibungs- oder Abriebprüfgerät), um mechanischen Verschleiß durch Trockenreibung zu simulieren und so sicherzustellen, dass Fahrzeugbeschichtungen alltäglichen Kratzern ohne nennenswerte Schäden standhalten.

Ein Crockmeter ist ein lineares Abriebprüfgerät, das ein standardisiertes Schleifmaterial (typischerweise trockener Wollfilz oder spezielles Schleifpapier) unter kontrolliertem Druck und in festgelegten Zyklen über eine Prüffläche hin und her reibt. Die Norm BMW AA 0134 legt folgende Parameter fest:
Dieses Verfahren entspricht den branchenüblichen Normen wie DIN 55654 oder ISO 105-X12 für Farbechtheit gegenüber Reibung, wurde aber an die Anforderungen von BMW an die Haltbarkeit im Automobilbereich angepasst.
Diese Tests nutzen ein Crockmeter (Reibungswiderstandsmessgerät), um den Trockenabrieb durch alltäglichen Kontakt (z. B. Finger, Kleidung oder Staub) zu simulieren. Diese Tests sind BMW-spezifisch und werden von akkreditierten Prüflaboratorien oder Lieferanten durchgeführt.
Die für die Tests benötigte Ausrüstung ist folgende:
Flache Prüfkörper (z. B. beschichtete Platten oder Materialproben) werden mindestens 24 Stunden lang in einem Standardklima (bei einer Temperatur von 23 °C ± 2 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 % ± 10 %) konditioniert. Der Prüfkörper wird beschädigungsfrei auf der Crockmeter-Basis befestigt. Ein frisches, trockenes Wollfilzpad oder das spezifizierte Schleifpapier wird am Prüfkopf/Finger angebracht. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Kontaktfläche sauber und glatt ist. Der Prüfkopf wird mit dem erforderlichen Gewicht (üblicherweise ca. 9–10 N) beaufschlagt. Es werden lineare Hubzyklen durchgeführt (Hublänge üblicherweise 100–120 mm). Die Anzahl der Zyklen wird von BMW vorgegeben (üblicherweise 10–100 Trockenzyklen, abhängig vom Material; die genaue Anzahl ist Bestandteil der firmeneigenen Spezifikation). Die Geschwindigkeit beträgt ca. 1 Zyklus pro Sekunde.
Das erodierte Gebiet wird visuell aus folgenden Perspektiven beurteilt:
Der Glanzerhalt wird gemessen (z. B. vorher/nachher mit einem Reflektometer) oder, falls erforderlich, mittels Kreuzschraffur. Anschließend erfolgt die Bewertung gemäß den BMW-Abnahmekriterien (bestanden/nicht bestanden, je nachdem, ob keine signifikanten Schäden vorliegen).
Dieses Verfahren ist, anders als Nassätzverfahren, ein Trockentest (es wird keine Flüssigkeit verwendet). Für die genauen Parameter (Gesamtzahl der Zyklen, Belastung, Schleifmitteltyp, Akzeptanzgrenzen) wird die BMW-Norm AA 0134 eingehalten.
Dieser Standard wird häufig in Verbindung mit den BMW GS 97034 (Oberflächenprüfung) oder den VW PV 3987 oder VW PV 3991 Standards für ähnliche Reibungsprüfungen verwendet.
Dieser Standard wird aus folgenden Gründen als wichtig erachtet:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die BMW-Norm AA 0134 und ähnliche Standards zum guten Ruf von BMW-Fahrzeugen beitragen, hochwertige, langlebige und verschleißfeste Oberflächen zu besitzen. Dies reduziert Gewährleistungsansprüche und steigert den Wiederverkaufswert. Dieser Test wird in den Zulieferhandbüchern von BMW häufig erwähnt.
Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der BMW-Norm AA 0134 an.
