Volvo STD 1024-2523 Biegeprüfung, zylindrischer Dorn - Farben und Lacke

Volvo STD 1024-2523 Biegeprüfung, zylindrischer Dorn - Farben und Lacke

Die von Volvo entwickelte Norm „Volvo STD 1024-2523 Biegeprüfung, zylindrischer Dorn – Lacke und Emaille“ beschreibt ein experimentelles Prüfverfahren zur Bestimmung der Beständigkeit von Lack- und Emaillebeschichtungen bzw. -substraten gegen Rissbildung oder Materialbeschädigung bei Biegung um einen zylindrischen Dorn unter standardisierten Bedingungen. Bei Mehrschichtsystemen kann jede Schicht einzeln oder das gesamte System geprüft werden.

Volvo STD 1024-2523 Biegeprüfung, zylindrischer Dorn - Farben und Lacke

Zur Definition der Anforderungen für die Einhaltung dieser Norm sind folgende Punkte erforderlich:

  • Der Dorndurchmesser muss angegeben werden.
  • Es müssen Daten zum Prüfstück angegeben werden, z. B. Material (Platte, Farbe), Dicke, Vorbereitungsmethode (Trocknung, Erhitzen, Alterung) usw.
  • Die Temperatur zum Zeitpunkt der Prüfung sollte angegeben werden, es sei denn, sie liegt zwischen 0 plus/minus 2 Grad, -10 plus/minus 2 Grad oder -30 plus/minus 5 Grad.

Die Prüfplatten sollten aus Kunststoff, poliertem Stahl, poliertem Weißblech oder Baualuminium bestehen. Sie müssen eben und unbeschädigt sein und dürfen keine sichtbaren Unebenheiten oder Risse aufweisen. Sofern nicht anders angegeben, sollten die Prüfplatten rechteckig sein und Abmessungen von ca. 200 mm × 30 mm ± 3 mm aufweisen. Nach dem Beschichten und Trocknen können die Prüfplatten auf die gewünschte Größe zugeschnitten werden, sofern keine Verformungen auftreten. Bei Aluminiumplatten sollte die lange Kante parallel zur Längsrichtung des Walzprozesses verlaufen. Die Plattenkanten sollten glatt sein, um Risse zu vermeiden. Die Beschichtung der Prüfplatten erfolgt nach dem für das zu prüfende Produkt spezifizierten Verfahren. Die Dicke der trockenen Beschichtung ist in Mikrometern anzugeben.

Beschichtete Prüfplatten müssen gemäß Volvo STD 1021-0001 getrocknet (bzw. gebacken und gealtert) und konditioniert werden. Das entsprechende Prüfverfahren sollte schnellstmöglich durchgeführt werden. Sofern nicht anders angegeben, sind die Prüfungen bei Prüftemperaturen von 0 ± 2 °C, -10 ± 2 °C und -30 ± 5 °C durchzuführen.

Es wird ein Dorn mit einem Durchmesser entsprechend dem 15-Fachen der Prüfstückdicke ± 2 mm ausgewählt. Die Vorrichtung mit dem passenden Dorn wird geöffnet, und die Platte wird so positioniert, dass sie mit der beschichteten Seite nach außen gebogen werden kann. Die Vorrichtung mit der Platte wird in die auf die vorgegebene Temperatur eingestellte Prüfkammer gestellt. Nach 2 Stunden, während sich die Platten noch in der Kammer bei der vorgegebenen Temperatur befinden, wird die Vorrichtung gleichmäßig um 90 Grad gedreht und dabei 1–2 Sekunden lang ohne Rütteln bewegt. Anschließend wird 3–5 Sekunden gewartet.

Die Beschichtung der Prüfplatte wird unmittelbar nach dem Biegevorgang geprüft. Mithilfe einer 10-fach vergrößernden Lupe werden Beschichtung und Substrat – je nach normaler korrigierter Sehschärfe oder nach Absprache – auf Risse oder Materialbeschädigungen untersucht. Die Verwendung einer Lupe ist im Prüfbericht zu vermerken.

Das Auftreten von Rissen sollte beobachtet werden. Dazu gehören unter anderem folgende:

  • Von Kante zu Kante fortschreitende Risse, auch bekannt als Sprödbruchrisse.
  • Stagnierende Risse, auch Mikrorisse genannt.

In der risikoreichen Automobilindustrie, wo Fahrzeuge extremen Bedingungen wie sengender Sonneneinstrahlung und ständigen Straßenschmutz standhalten müssen, ist die Unversehrtheit der Oberflächenbeschichtungen von höchster Bedeutung. Unter den von Volvo, einem weltweit führenden Hersteller von Nutzfahrzeugen, Lkw, Bussen und Baumaschinen, entwickelten Standards sticht der Volvo-Standard STD 1024-2523 als spezialisiertes Prüfverfahren zur Bewertung der Haftungseigenschaften von Lackfilmen auf verschiedenen Oberflächen hervor. Dieser Standard trägt entscheidend zur Langlebigkeit, Ästhetik und Sicherheit der Fahrzeuge bei und beugt Problemen wie Abblättern oder Rissen vor, die die Fahrzeugleistung beeinträchtigen oder zu kostspieligen Rückrufaktionen führen könnten.

Da sich die Automobilindustrie zunehmend auf nachhaltige und langlebige Materialien konzentriert, bleiben Volvo STD 1024-2523 und ähnliche Normen für Zulieferer und Hersteller, die sich mit sich ändernden Vorschriften und Materialinnovationen auseinandersetzen müssen, unverzichtbar.

Diese Norm beinhaltet im Wesentlichen ein Verfahren zur Bestimmung der Haftung von Lackfilmen auf Oberflächen, insbesondere nach beschleunigter Alterung oder Einwirkung aggressiver Bedingungen. Im Gegensatz zu allgemeinen Haftungsprüfungen (z. B. Kreuzsiebverfahren nach ISO 2409) ist diese Norm speziell auf Automobillacke zugeschnitten und legt besonderen Wert auf das Kriterium der Rissfreiheit nach der Prüfung.

Diese Norm umfasst Folgendes:

  • Oberflächen: Vorwiegend Metalle und Kunststoffe, die an Fahrzeugaußenflächen wie Karosserieteilen oder Innenausstattungen verwendet werden.
  • Beschichtungen: Mehrschichtige Lacksysteme einschließlich Grundierungen, Basislacken und Lacken.
  • Testbedingungen: Nach Einwirkung von UV-Licht, Chemikalien oder Temperaturzyklen zur Simulation realer Abbauprozesse.

Die Volvo-Norm STD 1024-2523, die als Kriterium für die Passgenauigkeit „Rissfreiheit“ vorschreibt, gewährleistet, dass die Beschichtungen nicht nur haften, sondern sich auch flexibel biegen lassen, ohne zu reißen. Dies ist entscheidend für Fahrzeuge, die Vibrationen auf unebenem Gelände oder thermischer Ausdehnung in unterschiedlichen Klimazonen standhalten müssen.

Die Volvo-Standards sind für ihre Strenge und Reproduzierbarkeit bekannt. Die Prüfungen werden häufig mit Umweltsimulationen kombiniert, wie in Normen wie Volvo STD 1024-7132 (Beständigkeit gegen Steinschlag) detailliert beschrieben. Der Prüfprozess umfasst im Allgemeinen die folgenden Schritte:

  • Probenvorbereitung: Testplatten werden mit dem zu bewertenden Beschichtungssystem vorbereitet (z. B. Schichtdicke von mindestens 50 µm für strapazierfähige Lacke). Falls erforderlich, werden vor dem abschließenden Lackiervorgang Schutzmaßnahmen wie UV- oder Chemikalienschutz gemäß Volvo STD 121-0002 aufgebracht.
  • Umweltexposition: Die Proben werden kontrollierten Bedingungen ausgesetzt, z. B. einer Standard-Schwarztemperatur von 80 Grad (Standard STD 1027-337) oder Kältekammern mit ± 20 Grad. Die Dauer variiert, entspricht aber im Allgemeinen beschleunigten Bewitterungsprotokollen (z. B. 1.000 Stunden Xenonbogenbestrahlung).
  • Haftungsprüfung: Nach der Exposition wird eine mechanische Prüfung (z. B. Zug- oder Klebebandprüfung) durchgeführt, um die Haftfestigkeit zu messen. Die Prüfung erfolgt visuell und mikroskopisch auf Risse, Delamination oder Abplatzungen. Der Erfolg bzw. Misserfolg hängt vom Vorhandensein sichtbarer Risse oder einem Haftungsverlust ab, der festgelegte Schwellenwerte überschreitet (z. B. weniger als 5 % Ablösung bei Klebebandprüfungen).
  • Berichterstattung und Konformität: Die Ergebnisse werden mithilfe der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyseformulare von Volvo (Volvo-Standard STD 105-0005) dokumentiert. Die Konformität wird durch Vergleich mit den Referenzmustern sichergestellt.

Da sich die Branche rasant in Richtung Netto-Null-Emissionen entwickelt, spielen solche Standards eine entscheidende Rolle, um ein Gleichgewicht zwischen Leistung und globaler Verantwortung herzustellen.

Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir Unternehmen auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „Volvo STD 1024-2523 Biegeprüfung, zylindrischer Dorn – Lacke und Emaille“ an.

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