VW 96185-1 Lackierung - Beurteilung von Oberflächenfehlern an lackierten Karosserien und Anbauteilen

VW 96185-1 Lackierung - Beurteilung von Oberflächenfehlern an lackierten Karosserien und Anbauteilen

Die von Volkswagen entwickelte Norm „ VW 96185-1 Lackierung – Beurteilung von Oberflächenfehlern an lackierten Karosserien und Anbauteilen“ gilt für die Porsche AG. Die Prüfung erfolgt gemäß der Norm PPV 4021.

VW 96185-1 Lackierung - Beurteilung von Oberflächenfehlern an lackierten Karosserien und Anbauteilen

Zu den nicht akzeptablen Arten von Oberflächenfehlern an lackierten Karosserien und Anbauteilen zählen:

  • Sprühnebel
  • Schwellung
  • Dampf
  • Behaarung
  • Sprühschatten
  • Hologramme

Zählbare Defekte werden nach folgenden Defektgrößen (Durchmesser inklusive Farbstoffansammlung durch Kapillarwirkung) klassifiziert:

  • Klein bis 1,0 mm
  • 1,0 mm bis 1,5 mm mittel
  • 1,5 mm bis 2,0 mm groß
  • Defekte größer als 2,0 mm sind nicht zulässig

Wenn eines der in der Tabelle „Testkriterien“ der Norm aufgeführten Kriterien nicht erfüllt wird, gilt das Testergebnis als nicht konform.

Die in der Norm enthaltenen Grenzprobentabellen für Lackfehlermerkmale dienen zur Beurteilung der Schwere von Mängeln an einem Fahrzeug. In der Praxis wird das Probenblatt vollflächig auf die zu beurteilende Oberfläche gelegt. Die Beurteilung erfolgt im 90-Grad-Winkel zur Oberfläche. Die Tabellen geben den Grenzwert an.

Die Tabellen sind in einer Übersichtstabelle hinterlegt, die eine Fahrzeugsilhouette und Zonen für die geprüften Modelltypen zeigt. Die Grenzmustertabelle wird jährlich von der Abteilung Produktprüfung und Transportqualität überprüft und mit einer Prüfplakette dokumentiert. Die Grenzmustertabellen für Lackfehlermerkmale werden an allen relevanten Prüfstellen ausgehängt.

Die Grenzbeispieltabellen sind wie folgt organisiert:

  • Beispieltabellen für die Grenzen von Zone 1:
    • Rot vor Schmutz
    • Silberhaltiger Schmutz
    • Gemalter schwarzer Punkt
    • Rote Farbtextur
    • Silberne Lackstruktur
    • Weiße Farbstruktur
    • Rote Schleifpapierspuren
    • Silberne Schleifpapierspuren
    • Rote Siliziumkrater
    • Silber lackierter PVC-Schmutz
    • Silberne Schleiffehler / Schleifriefen
  • Beispieltabellen für die Grenzen von Zone 2:
    • Rot vor Schmutz
    • Silberhaltiger Schmutz
    • Silberner PVC-Schmutz, oben bemalt
    • Rote Farbtextur
    • Silberne Lackstruktur
    • Rote Schleifpapierspuren
    • Silberne Schleifpapierspuren
    • Weiße Farbstruktur
    • Roter PVC-Schmutz lackiert
    • Rote Schleiffehler / Schleifriefen
  • Beispieltabellen für die Grenzen von Zone 3:
    • Rot vor Schmutz
    • Silberhaltiger Schmutz
    • Silberner PVC-Schmutz, aufgemalt
    • Lackstruktur, rot
    • Lackstruktur, silber
    • PVC-Texturersatz, Silber
    • PVC-Welligkeit, PVC-Kante, silber
    • PVC-Texturänderung, rot
    • PVC-Welligkeit, PVC-Kante, rot
    • Silber Schleiffehler / Schleifen

Kurz gesagt handelt es sich bei VW 96185-1 um einen Standard des Volkswagen-Konzerns, der Verfahren und Kriterien zur Beurteilung von Oberflächenfehlern an lackierten Karosserieteilen beschreibt. Dieser Standard ist entscheidend für die Gewährleistung der optischen Qualität und Haltbarkeit lackierter Oberflächen, die sowohl für die Ästhetik als auch für den Korrosionsschutz entscheidend sind.

Diese Norm bietet detaillierte Richtlinien zur Identifizierung und Bewertung verschiedener Oberflächenfehler wie Kratzer, Dellen, Einschlüsse und Farbspuren. Sie legt zulässige Grenzwerte für diese Fehler fest und gewährleistet so eine einheitliche Qualitätskontrolle während des gesamten Herstellungs- und Reparaturprozesses.

Durch die Einhaltung der Norm VW 96185-1 können Hersteller und Dienstleister die hohe Verarbeitungsqualität aufrechterhalten, die von Volkswagen-Fahrzeugen erwartet wird, und so die Kundenzufriedenheit und Markenintegrität sicherstellen.

Die vom Volkswagen-Konzern veröffentlichte Norm VW 96185-1 bietet umfassende Richtlinien zur Bewertung von Oberflächenfehlern an lackierten Karosserieteilen. Das vollständige Dokument ist urheberrechtlich geschützt und nicht öffentlich zugänglich. Es beschreibt jedoch spezifische Prüfmethoden und Abnahmekriterien zur Sicherstellung der optischen Qualität und Haltbarkeit lackierter Oberflächen.

Die in der Norm VW 96185-1 definierten Prüfmethoden beziehen sich im Allgemeinen auf etablierte Prüfverfahren zur Bewertung verschiedener Aspekte lackierter Oberflächen. Dazu können gehören:

  • Visuelle Prüfung: Begutachtung der lackierten Oberfläche unter standardisierten Lichtbedingungen, um Mängel wie Kratzer, Dellen, Einschlüsse und Farbspuren zu erkennen.
  • Gitterschnittprüfung (DIN EN ISO 2409): Beurteilung der Haftung einer Lackbeschichtung durch Erstellung eines Gitterschnittmusters und Aufbringen eines Klebebandes, um die Beständigkeit der Beschichtung gegen Ablösen zu bestimmen.
  • Kratzfestigkeitsprüfung: Bestimmung der Kratzfestigkeit der Beschichtung unter festgelegten Belastungen mit Instrumenten wie dem Erichsen-Härteprüfstift.
  • Glanzmessung (DIN 67530): Messung des Glanzgrades, um sicherzustellen, dass die lackierte Oberfläche den vorgegebenen Anforderungen entspricht.
  • Farbmetrische Bewertung (DIN 6174): Bewertung von Farbunterschieden mithilfe des CIELAB-Farbraums zur Sicherstellung der Farbkonsistenz lackierter Teile.
  • Umweltbeständigkeitstests: Lackierte Teile werden verschiedenen Umweltbedingungen wie Temperatur- und Feuchtigkeitszyklen ausgesetzt, um die Haltbarkeit des Lacks unter realen Bedingungen zu bewerten.

Die Einhaltung der Norm VW 96185-1 stellt sicher, dass lackierte Karosserieteile den strengen Qualitätsanforderungen von Volkswagen entsprechen. Durch die Einhaltung festgelegter Prüfmethoden und Abnahmekriterien können Hersteller die Ästhetik und Schutzfunktion lackierter Oberflächen erhalten und so die Markenintegrität und Kundenzufriedenheit wahren.

Dieser Standard ist insbesondere für die Qualitätskontrolle lackierter Oberflächen an Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns von Bedeutung. Die Bedeutung dieses Standards basiert auf folgenden Schlüsselfaktoren:

  • 1. Standardisierung der Oberflächenqualität: Systematische Bewertung von Defekten wie Kratzern, Dellen, Staub, Tropfen und Orangenhaut auf der Lackoberfläche. Dies gewährleistet Konsistenz über verschiedene Produktionsanlagen hinweg und minimiert subjektive Bewertungen.
  • Ästhetik und Markenwahrnehmung: Das äußere Erscheinungsbild von Volkswagen Fahrzeugen beeinflusst die Premium-Wahrnehmung der Marke direkt. Standardisierung hilft, sichtbare Mängel zu vermeiden und trägt so zu einem starken ersten Eindruck bei den Kunden bei.
  • Korrosion und Haltbarkeit: Unvollständig lackierte Oberflächen können mit der Zeit zu Rost und Unterlackkorrosion führen. Dieser Standard stellt die Qualität der schützenden Lackschicht sicher.
  • Qualitätssicherung Produktion und Lieferanten: Volkswagen verpflichtet Erstausrüster und Zulieferer zur Produktion nach seinen Qualitätskriterien. Audits bewerten diesen Standard. So wird sichergestellt, dass die Lieferanten die Kontrolle über ihre Qualitätsprozesse behalten.
  • Qualitätskontrollprozesse definieren: Diese Norm definiert, welche Prüfungen (z. B. Sichtprüfung, Kratzprüfung, Glanzmessung) durchzuführen sind und welche Fehler akzeptabel sind. Dies schafft einen klaren Rahmen für die Qualitätskontrollabteilungen.

Unsere Organisation, die seit Jahren Unternehmen aller Branchen durch ein breites Spektrum an Prüf-, Mess-, Analyse- und Bewertungsaktivitäten unterstützt, verfügt über ein starkes Team von Mitarbeitern, die die globalen Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie aufmerksam verfolgen und sich ständig verbessern. In diesem Zusammenhang bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „VW 96185-1 Lackierung – Bewertung von Oberflächenfehlern an lackierten Karosserien und Anbauteilen“ an.

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