

Die Anforderungen an die VW-Norm TL 52132 werden unter folgenden Überschriften erläutert:
Die Erstlieferung und Genehmigung von Änderungen muss der VW-Norm 01155 entsprechen.
Die Stoffsicherheitsbeurteilung muss der VW-Norm 50156 entsprechen.
Die Materialeignung muss der VW-Norm 91101 entsprechen.
Wird ein Verbindungselement mit einem in einer bestimmten Norm definierten Oberflächenschutz verwendet und dieses Verbindungselement mit einem Schmiermittel gemäß der Norm VW TL 52132 beschichtet, müssen die in der Norm zum Oberflächenschutz geforderten Reibungskoeffizienten eingehalten werden.
Für alle Verbindungselemente ohne zusätzliche Oberflächenbeschichtung oder nicht in der Norm VW 13750 definiert und mit einer Gleitmittelbeschichtung nach der Norm VW TL 52132 gelten die nach der Norm VW 01129 geforderten Reibungskoeffizienten.
Mit Schmierstoff nach dieser Norm beschichtete Teile müssen ggf. die Reinheitsanforderungen S01134 der VW-Norm 3 erfüllen.
Die Eigenschaften der Produkte variieren und müssen für den jeweiligen Anwendungsfall hinsichtlich der zu erreichenden Reibungskoeffizienten getestet werden. Bestimmte Effekte, wie z. B. Verbindungsgeschwindigkeiten oder Passflächen in Gewindeverbindungsstellen, müssen berücksichtigt werden.
Die Klasse bezeichnet wasserdispergierte synthetische Polymere, die nach dem Auftragen und Trocknen bei Berührung einen trockenen Schmierfilm/eine trockene Schmierschicht ergeben und keine gefährlichen Stoffe enthalten. Das Beschichtungsmaterial muss silikonfrei sein.
Anforderungen an den Schmierstoffauftragsprozess:
Es ist darauf zu achten, dass keine Chromsäure, Chromlösungen oder andere Säurerückstände in das Schmierstoffbeschichtungsbad gelangen. Um die Gefahr von Kondenswasserbildung zu vermeiden, sollten die Teile trocken und erst nach Erreichen der Umgebungstemperatur verpackt werden. In Abstimmung mit dem Empfangswerk muss die Wirksamkeit der Schmierstoffbeschichtung hinsichtlich der Reibungskoeffizienten der Getriebeelemente überprüft werden. Wenn Gewindeverbindungen, die zuvor mit Gleitmittel beschichtet wurden, erneut beschichtet werden, kann es zu anderen Reibungskoeffizienten als bei der Erstbeschichtung kommen.
Hinweise zum Schmierstoffauftrag:
Das gewählte Verfahren muss eine zuverlässige und gleichmäßige Benetzung der Oberfläche mit dem Schmierstoff gewährleisten. Vor dem Auftragen des Gleitmittels müssen die zu beschichtenden Teile trocken und leicht erwärmt sein (die Objekttemperatur sollte ca. 40 bis 50 Grad betragen, maximal 75 Grad). Die Temperatur des Beschichtungsmaterials sollte beim Beschichten nicht unter 20 Grad fallen (optimalerweise sollte sie zwischen 25 Grad und 35 Grad liegen und 45 Grad nicht überschreiten).
Das Beschichtungsmittel wird üblicherweise als Konzentrat geliefert. Das Mischungsverhältnis von Beschichtungsmittelkonzentrat und vorzugsweise demineralisiertem Wasser muss so gewählt werden, dass die gewünschten Reibungskoeffizienten am gesamten Schichtaufbau erreicht und erhalten bleiben.
Die Badkonzentration sollte durch Bestimmung des Trockenrückstandes oder mittels Refraktometer überprüft und dokumentiert werden.
Der pH-Wert des Bades sollte gemäß den Angaben des Beschichtungsmittelherstellers (mindestens einmal täglich, pro Schicht unter Berücksichtigung der angegebenen Grenzwerte) überprüft werden.
Beschichtete Getriebeteile werden vorzugsweise in einer Tunnelanlage getrocknet, aber auch eine Zentrifugalanlage ist möglich. Die Trocknung sollte mit einer dem Spektrum des Teils entsprechenden Geschwindigkeit und durch Wärmeeinwirkung erfolgen. Die genauen Einstellparameter (Drehzahl, Temperatur, Füllmenge) sind vom Beschichtungsbetrieb in Zusammenarbeit mit dem Beschichtungsstoffhersteller zu ermitteln und zu dokumentieren. Zu berücksichtigen ist die maximal zulässige Temperatur des Beschichtungssystems, beispielsweise maximal 90 Grad für Passivierungsprozesse ohne sechswertiges Chrom.
Grund für die Nachschmierung können nicht zuverlässig beschichtete Gewindeverbindungen sein. Die Nachbearbeitung von mangelhaft geschmierten Teilen, die nicht die geforderten Reibungskoeffizienten für den jeweiligen Anwendungsfall nach der VW-Norm 01129 erreichen, ist mit einer Freigabe entsprechend dem jeweiligen Anwendungsfall zulässig.
Die zu beschichtenden Teile müssen öl- und fettfrei sein und das Lösungsmittel muss vor der Weiterverarbeitung verdunstet sein. Auch Sauberkeit, Vermeidung von Verunreinigungen, ordnungsgemäße Benetzung und die Wirksamkeit der Gleitmittelbeschichtung sollten berücksichtigt werden. Vorwärm- und Trocknungsvorgänge entfallen bei diesem Verfahren.
Neben den zahlreichen Test-, Mess-, Analyse- und Bewertungsstudien, die es für Unternehmen in verschiedenen Branchen anbietet, bietet unsere Organisation auch Testdienstleistungen gemäß der Norm „VW TL 52132 Schmierstoffe für Gewindeverbindungen – Anforderungen“ mit geschultem und fachkundigem Personal und fortschrittlicher Technologie an Ausrüstung.
