VW PV 3944 PVC-Sonnenschutz – Aminverfärbung

VW PV 3944 PVC-Sonnenschutz – Aminverfärbung

Die vom Automobilkonzern Volkswagen entwickelte Norm „VW PV 3944 PVC-Sonnenblenden – Aminverfärbung“ beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung der Farbveränderung von PVC-Folien für Sonnenblenden durch die Einwirkung von Aminen.

VW PV 3944 PVC-Sonnenschutz – Aminverfärbung

Im Sinne dieser Norm bezeichnet eine Aminverfärbung eine dauerhafte Farbveränderung von PVC-Folien für Markisen, die durch die Einwirkung eines Polymerisationskatalysators entsteht.

Amine verfärben sich typischerweise mit der Zeit braun. Durch Hydrierung oder Behandlung mit Aktivkohle oder Säure und anschließende Destillation lassen sie sich jedoch farbstabilisieren. Die dafür notwendigen zusätzlichen Verarbeitungsschritte führen allerdings zu geringerer Ausbeute und höheren Gesamtkosten. Die Forschung zur Herstellung farbstabiler Aminprodukte bzw. zur Erzielung von Farbstabilität ist daher im Gange.

Die Elektronendichte auf Anilin erhöht sich aufgrund der Wirkung der Amingruppe (Elektronendonator) und aufgrund der hohen Elektronendichte wird Anilin an der Luft leicht zu farbigen Produkten oxidiert. Daher verfärbt sich Anilin, wenn es längere Zeit an der Luft bleibt. Anilin erscheint als gelbliche bis braune ölige Flüssigkeit.

Zu den Geräten, die bei Aminverfärbungstests verwendet werden, gehören:

  • Glasbehälter nach Witt mit einem Volumen von 1,3 l, mit Tubendeckel und seitlichen Oliven (Höhe 160 mm, Innendurchmesser 100 mm)
  • Schnellverschluss aus Metall zur Sicherung der Abdeckung
  • Becher 100 ml (Höhe 70 mm)
  • Becher 150 ml (Höhe 80 mm)
  • Glasobjektträger (76 mm × 26 mm)
  • Schleiffett (temperaturbeständig)
  • Wärmeschrank mit Zwangsbelüftung (Genauigkeit plus/minus 2 K)
  • Eine Pasteurpipette aus Glas – Einwegartikel, mit Gummi-Saugball
  • Konischer Korkstopfen (Höhe 22 mm, Durchmesser oben 13 mm, Durchmesser unten 10 mm)
  • Farbmessgerät
  • Analysenwaage (Auflösung 0,1 mg)
  • Polymerisationskatalysator (67 Prozent Dipropylglykol und 33 Prozent Triethylendiamin)
  • PP/EPDM-Streifen, weiß, maximale Breite 5 mm
  • Laborspülmaschine mit entionisiertem Wasser

Für jedes Prüfmaterial werden 20 Prüfkörper mit den Maßen 120 mm × 6 mm benötigt.

Die Proben werden mindestens 50554 Stunden im Normklima VW 23 Standard 50/2-24 konditioniert.

Zu Beginn des Tests werden die Testproben mit der Rückseite (d. h. der beim Einsetzen nicht sichtbaren Seite) zum Glas um das 100-ml-Becherglas gelegt, so dass ca. 5 cm der Probenlänge im Glas verbleiben und die restlichen Die Probenlänge verbleibt an der äußeren Glaswand. Anschließend werden die Proben mit PP/EPDM-Klebeband in einer Höhe von 15 mm vom Behälterboden fixiert. Der Becher mit den Testproben wird vor der Aminzugabe vorbereitet, sodass der Glasbehälter nach der Aminzugabe verschlossen werden kann.

Anschließend werden folgende Schritte durchgeführt:

  • Wiegen Sie mit einer Pasteurpipette 30,0 mg Polymerisationskatalysator in ein 150-ml-Becherglas (entspricht einer Aminkonzentration von 7 ppm, umgerechnet auf das Glasgefäßvolumen).
  • Das gefüllte 150-ml-Becherglas wird in die Mitte des Witt-Topfes gestellt.
  • Der Objektträger wird in ein 150-ml-Becherglas gegeben.
  • Auf diesen Objektträger wird das Becherglas mit fünf Testproben gestellt.
  • Setzen Sie den Glasdeckel mit dem Glasstopfen auf die geölte Mühle.
  • Der Behälter und sein Deckel werden mit einem Schnellverschluss fixiert.
  • Es wird 90 Stunden lang in einem Wärmeschrank mit Zwangsbelüftung bei 24 Grad aufbewahrt.
  • Die Prüfprobe wird entnommen und farbmetrisch vermessen.
  • Vier von fünf Proben werden 115 Stunden lang bei 24 Grad auf weißem Papier gelagert.
  • Die Prüfprobe wird entnommen und farbmetrisch vermessen.
  • Drei der vier Proben werden 115 Stunden lang bei 24 Grad auf weißem Papier aufbewahrt.
  • Die Prüfprobe wird entnommen und farbmetrisch nach der Norm VW 50190 vermessen.

Nach Ablauf der Prüfzeiträume werden die Prüfmuster kolorimetrisch gegen im Normalklima gelagerte Prüfmuster des gleichen Materials (Referenzmuster) vermessen. Die Farbmessung erfolgt nach dem Abkühlen der Prüfkörper (d. h. nach ca. 30 Minuten). Die Messung erfolgt auf der Sichtseite (Vorderseite) der Proben, also im Bereich, der im Versuchsaufbau außen am Becherglas positioniert ist. Der Messpunkt sollte mindestens 5 mm vom PP/EPDM-Band und 5 mm vom oberen Rand des Bechers entfernt sein. Zur besseren Vergleichbarkeit können Prüfmuster auf Karton montiert werden.

Neben den zahlreichen Test-, Mess-, Analyse- und Bewertungsstudien, die es für Unternehmen in verschiedenen Branchen anbietet, bietet unsere Organisation auch Testdienstleistungen gemäß der Norm „VW PV 3944 PVC-Sonnenblenden – Amin-Farbwechsel“ mit geschultem und fachkundigem Personal und fortschrittlicher Technologie an Ausrüstung.

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