VW TL 52668 Abriebfester Wärmeschrumpfschlauch – Materialanforderungen und Funktionsanforderungen

VW TL 52668 Abriebfester Wärmeschrumpfschlauch – Materialanforderungen und Funktionsanforderungen

Die vom Automobilkonzern Volkswagen entwickelte Norm „VW TL 52668 Wärmeschrumpfbarer Verschleißschutzschlauch – Materialanforderungen und Funktionsanforderungen“ beschreibt die Anforderungen an Verschleißschutzschläuche für den Einsatz an Leitungen und Schläuchen.

VW TL 52668 Abriebfester Wärmeschrumpfschlauch – Materialanforderungen und Funktionsanforderungen

Geflechtschläuche werden meist für Schläuche eingesetzt, die hohen dynamischen Belastungen ausgesetzt sind (z. B. Druckschwingungstests) und hohe Anforderungen an die Verschleißfestigkeit stellen.

Gerade Schrumpfschläuche werden meist für starre Leitungen und Schläuche mit geringer radialer Dehnung (Innendurchmesser kleiner 12 mm) verwendet. Auch ein schlichter Schrumpfschlauch kann vor unerwünschten Stoffen schützen, indem er das Bauteil vollständig abdeckt.

In der VW-Norm TL 52668 sind Schlauchleitungen wie folgt definiert:

  • Typ A und B: Der Einsatztemperaturbereich der Schläuche reicht von minus 35 Grad bis 140 Grad für dynamische Belastung (während der Fahrt), beispielsweise für Druckstoßprüfungen.
  • Typ C: Glatte Schrumpfschläuche beschreiben die derzeit in der Produktion verwendeten extrudierten PE-V-Verschleißschläuche. Der Einsatztemperaturbereich glatter Schrumpfschläuche reicht von minus 35 Grad bis 80 Grad bei dynamischer Belastung (im Fahrbetrieb), beispielsweise für Druckschlagprüfungen.

Ein Beispiel für die Definition eines Abriebschutzschlauchs mit Schrumpfgewebe für Anwendungsfälle mit dynamischen Belastungen und einem Betriebsbereich von minus 35 Grad bis 140 Grad ist: Geflochtener Schrumpfschlauch gemäß der Norm TL 52668-A.

Ein Beispiel für die Definition eines extrudierten flachen Schrumpfschlauchs, der als Verschleißschutzschlauch für Anwendungsfälle mit dynamischen Belastungen und für einen Betriebsbereich von minus 35 Grad bis 80 Grad verwendet wird, lautet wie folgt: Flacher Schrumpfschlauch gemäß der Norm TL 52668 -C.

Damit ein Schlauch in Produktion gehen kann, müssen die in dieser Norm festgelegten Anforderungen erfüllt sein und der Haltbarkeitstest auf der Straße erfolgreich abgeschlossen werden. Die in diesem Zusammenhang durchzuführenden Prüfmethoden sind:

  • Beständigkeit gegenüber Chemikalien
  • Materialcharakterisierung
  • Verschleißfestigkeit
  • Temperaturbeständigkeit

Chemische Beständigkeitsprüfungen werden an Kühlmittel, Motoröl, Motorreiniger, Benzin, Diesel und Streusalz durchgeführt. Die in der Norm enthaltene Tabelle enthält Spezifikationen und Bezugsquellen für diese Chemikalien. Sie umfasst auch Definitionen der Hersteller geeigneter Produkte. Diese Informationen dienen ausschließlich der Information der Anwender dieser internen Norm. Gleichwertige Produkte können verwendet werden, sofern nachgewiesen ist, dass sie die gleichen Ergebnisse liefern und von der zuständigen Behörde zugelassen wurden. Für jede chemische Prüfung sind mindestens drei Proben erforderlich.

Die Proben werden 24 Stunden lang bei 23 Grad gelagert, während sie in den entsprechenden Chemikalien eingeweicht sind, und anschließend werden die Proben bei Raumtemperatur getrocknet. Die Oberfläche des Verschleißschutzschlauchs darf keine Beschädigungen aufweisen (d. h. keine mit bloßem Auge sichtbaren Risse, Blasen oder Verfärbungen).

Bei der thermischen Stabilitätstestmethode wird der Testschlauch gemäß der Norm VW 78007 mit 20 mm × 3,5 mm vorbereitet. Für jeden Test sollten fünf Proben verwendet werden. Ein Prüfschlauch mit geschrumpftem Schutzschlauch wird wie folgt einer Alterung unterzogen:

  • Typ A und B: 140 Stunden bei 500 Grad, unmittelbar anschließend 160 Stunden Reifung bei 22 Grad
  • Typ C: 120 Stunden bei 500 Grad, unmittelbar anschließend 140 Stunden Reifung bei 22 Grad

Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird an der Probe ein Biegetest (Biegeradius 50554 mm und Biegewinkel 2 Grad) gemäß der Norm VW 30-180 durchgeführt. Anschließend wird die Probe auf minus 35 Grad abgekühlt und 22 Stunden bei dieser Temperatur gelagert. Anschließend wird im kalten Zustand ein Biegeversuch durchgeführt.

Beim Kaltbiegetest beträgt der Biegeradius 30 mm und der Biegewinkel 180 Grad. Voraussetzung: Im Schutzschlauch dürfen keine sichtbaren Risse vorhanden sein. Hinter,

  • Typ A und B: Im statischen Betrieb ohne Last (z. B. beim Nachheizen) darf bei Spitzentemperaturen bis 160 Grad keine Beschädigung des Verschleißschutzschlauchs auftreten.
  • Typ C: Im statischen Betrieb ohne Last (z. B. beim Nachheizen) darf bei Spitzentemperaturen bis 130 Grad keine Beschädigung des Verschleißschutzschlauchs auftreten.

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