
Der von General Motors Worldwide (GMW) entwickelte Standard „GMW 16953 Fabric Abrasion Test for Body Air Seal Strips“ beschreibt ein Laborverfahren zur Bewertung der Abrieb- und Reibungsbeständigkeit beschichteter Luftdichtungsstreifen für Kraftfahrzeuge gegenüber dem Kontakt mit Stoff- oder Textiloberflächen.

Luftdichtungsleisten an der Karosserie sind Dichtungselemente, die um Türen, Fenster und andere Karosserieöffnungen angebracht werden. Sie verhindern das Eindringen von Wasser, Staub, Luft und Lärm und gewährleisten gleichzeitig einen kontrollierten Kontakt zwischen beweglichen oder sich schließenden Karosserieteilen.
Während der Fahrzeugnutzung können die Dichtungsstreifen wiederholt an textilbezogenen Oberflächen oder anderen Materialien reiben. Diese Reibung kann die Oberflächenbeschichtung allmählich beschädigen und zu sichtbaren Abriebspuren oder Verfärbungen des Dichtungsstreifens führen.
Die Norm GMW 16953 sieht einen kontrollierten Verschleiß-/Abriebtest zur Bewertung dieses Verhaltens vor. Zweck dieser Norm ist die Bestimmung der Verschleiß- und Abriebfestigkeit eines beschichteten Luftdichtungsstreifens.
Die Karosserie-Luftdichtungsleiste ist ein elastisches Dichtungselement, das in Fahrzeugkarosserien verwendet wird. Typische Anwendungsbereiche sind:
Luftdichtungsstreifen können Gummi oder andere elastische Materialien enthalten und mit speziellen Oberflächenbeschichtungen oder Textil-/Flockschichten versehen sein. Die Oberfläche ist besonders wichtig, da sie während des Fahrzeugbetriebs wiederholter Gleitbeanspruchung ausgesetzt sein kann.
Die Norm GMW 16953 ist im Wesentlichen ein Abriebtest zwischen Textil und Luftstreifen. Ein repräsentatives Textilabriebmaterial wird kontrolliert mit der Oberfläche des Luftstreifens in Kontakt gebracht und wiederholter Reibung ausgesetzt. Der Test zielt darauf ab, die Art von mechanischem Verschleiß zu simulieren, die auftreten kann, wenn ein beschichteter Luftstreifen wiederholt mit einer Textil- oder Gewebeoberfläche in Berührung kommt. Daher bewertet der Test mehr als nur die reine Materialfestigkeit. Er konzentriert sich auf die Oberflächenbeständigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen sichtbaren oder funktionalen Verschleiß.
Für eine kontrollierte Reibung zwischen der Probe und dem spezifizierten Gewebe ist ein geeignetes Abriebprüfgerät erforderlich. Zur Ausrüstung gemäß der Norm GMW 16953 gehören spezielle Abriebprüfgeräte für Luftstreifen und Gewebe. Beispielsweise kann das System APG1000 genannt werden, das für Abriebprüfungen von Geweben/Flocken sowie für Luftstreifenprüfungen nach der Norm GMW 16953 geeignet ist.
Die Geräte sollten im Allgemeinen die folgenden Parameter überprüfen:
Die genaue Konfiguration der Geräte, Lasten, Hubabmessungen, Anzahl der Zyklen und Bewertungskriterien sollte der entsprechenden kontrollierten Version der Norm GMW 16953 entnommen werden und nicht von allgemeinen Verschleißprüfgeräten abgeleitet werden.
Das Prüfmuster repräsentiert typischerweise den fertigen, luftdichten Dichtungsstreifen, einschließlich der Oberflächenbehandlung oder Beschichtung, die in der Produktion verwendet wird. Dies ist wichtig, da die Prüfung die Leistungsfähigkeit des gesamten Oberflächensystems und nicht nur des volumetrischen Elastomers bewerten soll. Je nach Anwendung können bei der Bewertung folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Hauptzweck des Tests ist die Feststellung, ob die Oberfläche des Flugstreifens nach der festgelegten Abriebbelastung noch in einem akzeptablen Zustand ist. Mögliche Beobachtungen sind beispielsweise:
Die Akzeptanzkriterien sind anwendungsspezifisch und sollten aus der jeweiligen technischen Spezifikation von General Motors oder den Material-/Komponentenanforderungen, die mit dem Test verbunden sind, abgeleitet werden.
Die Prüfung nach GMW 16953 ist wichtig, da die Luftdichtungsstreifen im Fahrzeugbetrieb wiederholt mechanisch beansprucht werden. Ein neuer Luftdichtungsstreifen mag zwar äußerlich in Ordnung erscheinen, kann aber nach wiederholtem Kontakt Oberflächenschäden aufweisen. Solche Schäden können folgende Folgen haben:
Der GMW 16953-Standard hilft dabei, diese Probleme bei der Material- und Bauteilprüfung zu erkennen, bevor Produktionswerkzeuge auf den Markt gebracht werden.
Die Norm GMW 16953 sollte nicht wie der traditionelle Martindale-Textilabriebtest als allgemeiner Abriebtest betrachtet werden. Zwar kann ein bestimmtes Textil-/Wollgewebe als Schleifmittel verwendet werden, die Anwendung ist jedoch speziell auf Karosserieverkleidungen ausgerichtet. Lieferanten von Prüfmaterialien führen das Wollschleifmittel SM 25 sowohl für allgemeine Textilabriebverfahren als auch für die Norm GMW 16953 auf und erläutern die Zusammenhänge zwischen den in diesen Prüfsystemen verwendeten Materialien. Der entscheidende Unterschied liegt in der jeweiligen Automobilkomponente/Anwendung sowie in der vorgeschriebenen Prüfkonfiguration und den Auswertungsanforderungen.
In der Automobilentwicklung kann der GMW-16953-Standard in folgenden Situationen nützlich sein:
Dies ist besonders wichtig, wenn die Oberfläche der Start- und Landebahn trotz wiederholter Reibung ihr Aussehen und ihre Funktionalität beibehalten muss.
Die Anwendung der Norm GMW 16953 bietet Herstellern und Zulieferern eine standardisierte Möglichkeit, verschiedene Start- und Landebahnkonstruktionen und Oberflächenbehandlungen zu vergleichen. Beispielsweise könnte ein Ingenieurteam die Abriebfestigkeit und den Oberflächenzustand verschiedener Materialien bewerten lassen. Dies erleichtert die Identifizierung eines Oberflächensystems mit höherer Haltbarkeit und die Feststellung, ob das Material eines neuen Zulieferers den Anforderungen der genehmigten Konstruktion entspricht.
Folglich beinhaltet die Norm GMW 16953 ein Prüfverfahren zur Bestimmung der Haltbarkeit von Dichtungsstreifen im Automobilbereich. Dieses Verfahren konzentriert sich auf die Beständigkeit beschichteter Dichtungsstreifen gegenüber durch Textilien verursachtem Abrieb und Reibung. Die Prüfung ist besonders wertvoll, da Dichtungsstreifen während der gesamten Lebensdauer eines Fahrzeugs wiederholter mechanischer Belastung ausgesetzt sind.
Durch die Prüfung des luftdichten Streifens auf kontrollierten Gewebeabrieb können Ingenieure die Oberflächenbeständigkeit beurteilen und inakzeptable Beeinträchtigungen erkennen, bevor das Bauteil in die Produktion geht.
Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm GMW 16953 an.
