VW TL 52451 Lackierung von dekorativen Metall-Außenbauteilen - Anforderungen

VW TL 52451 Lackierung von dekorativen Metall-Außenbauteilen - Anforderungen

Die vom Automobilkonzern Volkswagen entwickelte Norm „VW TL 52451 Lackierung von dekorativen metallischen Außenbauteilen – Anforderungen“ gilt für die Lackierung von Außenanbauteilen mit metallischem Untergrund, die sich im Sichtbereich befinden und daher vor allem dekorativen und funktionalen Anforderungen genügen müssen, wie z. B. Dachreling, Wischerarme, Trittstufen, Styling Bars, Säulenabdeckungen sowie verchromte und anschließend lackierte Zierteile.

VW TL 52451 Lackierung von dekorativen Metall-Außenbauteilen - Anforderungen

Die grundlegenden Anforderungen dieser Norm werden wie folgt festgelegt:

  • Die Bestätigung der Erstlieferung und Änderungen muss gemäß der Norm VW 01155 sichergestellt sein.
  • Die Vermeidung von Schadstoffen muss gemäß der Norm VW 91101 sichergestellt werden.
  • Der Schneidgrat der Bauteile muss mindestens der Fertigungsgenauigkeit „mittel“ nach der Norm VW 01088 entsprechen.
  • Für eine vollständige Überprüfung sind mindestens 10 Komponenten erforderlich.
  • Der Lieferant muss allen zu prüfenden Bauteilen die in dieser Norm und dem Erstmuster- bzw. Entwicklungsmusterprüfbericht vorgegebenen Informationen beifügen.
  • Bereiche, in denen die in dieser Norm beschriebenen Anforderungen nicht gelten, sind in der Zeichnung zu kennzeichnen. Abweichende Anforderungen sind anzugeben.
  • Eine ordnungsgemäße Installation sollte eine Beschädigung der Beschichtung verhindern.

Die Anforderungen an das Erscheinungsbild werden wie folgt festgelegt:

  • Die Bauteile müssen über die gesamte Oberfläche ein einheitliches Erscheinungsbild aufweisen und den in der Tabelle angegebenen Zeichnungsvorgaben, Farbnormen und optischen Eigenschaften entsprechen.
  • Poren, Risse und sonstige Mängel, die das vorgegebene Aussehen beeinträchtigen, dürfen nicht zugelassen werden. Abweichungen von diesen Vorgaben sind auf der Zeichnung zu vermerken.
  • Glanzgrad, Farbe und Struktur sind auf dem Erstmuster bzw. im Entwicklungsmusterprüfbericht (inkl. ggf. geprüfter Bauteile bzw. Prüfbleche) zu dokumentieren.

Alle lackierten Bauteile werden nach der VW-Norm 50185 auf ihre Witterungsbeständigkeit geprüft. Reklamationen aus diesem Prüfprozess verpflichten den Lieferanten zur Nachbesserung und Verbesserung des Lackaufbaus.

Der Lackbedarf wird wie folgt ermittelt:

  • Der Lackiervorgang muss zwischen dem Lackierer und dem Lackhersteller abgestimmt werden.
  • Der Lackhersteller informiert über die Einhaltung der Anforderungen der deutschen Technischen Prüfnormen (TL), stellt Verarbeitungshinweise zur Verfügung und bietet anwendungstechnische Unterstützung.
  • Der Maler informiert über den Untergrund und die Vorbehandlungsschritte, prüft frühzeitig den Bedarf, bestätigt die Einhaltung der Verarbeitungshinweise des Lackherstellers und fordert anwendungstechnische Unterstützung an.
  • Der Rohlinghersteller muss Angaben zum Untergrund (Untergrund, Vorbehandlung, zuvor aufgebrachte Lackschichten) machen und dessen Eignung für eine weitere Lackierung gewährleisten.
  • Wird im Zeichnungseintrag die Norm VW 13750 verwendet, sind die in den jeweiligen Spezifikationen geforderten Schichtdicken einzuhalten. Für abweichende Schichten gelten die in der Tabelle angegebenen Schichtdicken.
  • Der Lackaufbau ist in der Norm vorgegeben.
  • Abweichungen vom Lackaufbau müssen im Zeichnungseintrag kenntlich gemacht werden.
  • Die Gesamtschichtdicke wird nach DIN EN ISO 2178 (magnetinduktives Verfahren), DIN EN ISO 2360 (Wirbelstromverfahren) oder DIN EN ISO 1463 (mikroskopisches Verfahren) bestimmt.
  • Auch zur Bestimmung einzelner Schichtdicken eignet sich die mikroskopische Methode.
  • Bei einem reinen Nasslacksystem sollte die Gesamtschichtdicke 110 μm nicht überschreiten.
  • Bei einem System mit Pulverbeschichtung sollte die Gesamtschichtdicke 150 μm nicht überschreiten.
  • Eine Überlackierung ist nur im gleichen Farbton zulässig. Die Gesamtschichtdicke für die Überlackierung ist auf maximal 160 μm bei einem reinen Nasslacksystem und 200 μm bei einem Pulverlacksystem begrenzt. Auch bei der Überlackierung müssen die Anforderungen der Norm TL 52451 zuverlässig eingehalten werden.

Für technologische Prüfungen sollten die zu prüfenden Bauteile eine Woche alt sein. Alternativ können sie vor der Prüfung 24 Stunden bei 60°C gelagert werden und anschließend 2 Stunden bei Raumtemperatur gemäß VW 50554-2 konditioniert werden.

Kurz gesagt: Die VW-Norm TL 52451 legt Anforderungen an die Lackierung dekorativer metallischer Anbauteile an der Fahrzeugaußenseite fest. Dazu gehören Komponenten wie Dachreling, Wischerarme, Styling Bars, Säulenabdeckungen und verchromte Teile, die anschließend lackiert werden. Diese Teile befinden sich typischerweise im sichtbaren Bereich und müssen sowohl dekorative als auch funktionale Kriterien erfüllen.

Die Hauptmerkmale der Norm VW TL 52451 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Lackaufbau: Diese Norm beschreibt zulässige Lackaufbauten, die eine Grundierung gefolgt von einer ein- oder zweischichtigen Decklackschicht umfassen können. Spezifische Materialien und Dicken dieser Beschichtungen sind definiert, um Haltbarkeit und ästhetische Qualität zu gewährleisten.
  • Leistungsanforderungen: Lackierte Teile müssen verschiedenen Umwelttests, einschließlich der Witterungseinflüsse im Freien, standhalten, um eine langfristige Leistung zu gewährleisten. Beschichtungen müssen über die Zeit hinweg ein einheitliches Aussehen, einen gleichmäßigen Glanzgrad, eine gleichmäßige Farbe und eine gleichmäßige Textur behalten.
  • Verantwortung des Lieferanten: Die Verantwortung des Lieferanten besteht darin, sicherzustellen, dass seine Produkte die festgelegten Anforderungen erfüllen. Bei der Prüfung festgestellte Probleme liegen in der Verantwortung des Lieferanten.

Dieser Standard wurde in Zusammenarbeit mit Porsche entwickelt und ersetzt die bisherige technische Liefervorschrift PTL 7520 von Porsche. Er spiegelt einen umfassenden Ansatz zur Sicherstellung der Qualität und Haltbarkeit dekorativer Außenlackierungen auf metallischen Fahrzeugkomponenten wider.

Unsere Organisation, die seit Jahren Unternehmen aller Branchen durch ein breites Spektrum an Prüf-, Mess-, Analyse- und Bewertungsaktivitäten unterstützt, verfügt über ein starkes Team von Mitarbeitern, die die globalen Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie aufmerksam verfolgen und sich ständig weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „VW TL 52451 Lackierung dekorativer Metallaußenteile – Anforderungen“ an.

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