Porsche PPV 4025 Exterieur, Lackierungen - Farbcheck - Lackierte Karosserie und Armaturen

Porsche PPV 4025 Exterieur, Lackierungen - Farbcheck - Lackierte Karosserie und Armaturen

Die von Volkswagen entwickelte Norm „ Porsche PPV 4025 Exterieur, Lackierung – Farbprüfung – Lackierte Karosserie und Bauteile“ beschreibt das Verfahren zur Farbprüfung von Porsche-Fahrzeugen. Der technische Inhalt der Verfahrensanweisung VA.PK.033 ist in dieser Prüfnorm enthalten.

Porsche PPV 4025 Exterieur, Lackierungen - Farbcheck - Lackierte Karosserie und Armaturen

Nach dieser Norm werden in Wagenfarbe lackierte Karosserien und Anbauteile (Außenfarben) geprüft. Der Farbeindruck wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Daher müssen die Prüfparameter zur Farbkontrolle an allen Prüforten (innerhalb und außerhalb der Porsche AG) genau definiert und eingehalten werden:

  • Bei Farbenlieferanten
  • Bei Lieferanten von in Wagenfarbe zugekauften Teilen
  • Alle Auftragsfertiger für Porsche Fahrzeuge
  • An allen Prüfstandorten der Porsche AG:
    • Beim Farbvergleich in der Farbabmusterungskabine / im Lackierlabor
    • Beim Farbvergleich von Bauteilen in künstlich beleuchteten Prüfbereichen, z.B. Wareneingangskontrolle
    • Beim Farbvergleich an Karosserien, beispielsweise bei der Lackprüfung und beim Polieren von Streifen
    • Beim Farbvergleich an Fahrzeugen mit Anbauteilen, beispielsweise in der Lackierstraße, bei der Fahrzeugauslieferung und bei der Fahrzeuginspektion

Die Festlegung der Prüfparameter obliegt dem Lacklabor der Porsche AG. Die Einhaltung der Prüfparameter, insbesondere die Verwendung der richtigen Lichtarten und die Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln, obliegt dem jeweiligen Lieferanten bzw. der Abteilung der Porsche AG, in der die Farbtonkontrolle durchgeführt wird. Darüber hinaus obliegt die Dokumentation der Ergebnisse dem jeweiligen Lieferanten bzw. der Abteilung der Porsche AG, in der die Farbtonkontrolle durchgeführt wird.

Urmuster im Sinne dieser Norm sind Farbmuster, die nach der Arbeitsanweisung AA.PK.O7.030 erstellt wurden. Die Muster werden entsprechend dieser Arbeitsanweisung rückseitig beschriftet und als Urmuster gekennzeichnet. Diese dienen als Farbmuster für alle Farbprüfungen. Anders beschriftete Farbmuster können nicht für Farbvergleiche herangezogen werden.

Die Farbkontrolle während der Prüfung erfolgt gemäß den Normen VDA 621-409 und DIN EN ISO 3668 durch visuellen Vergleich der Farbe mit dem jeweiligen Urmuster.

Die Tabelle der Norm gibt die bei der Prüfung zu verwendende Beleuchtung vor. Mischlicht ist zu vermeiden, d. h. künstlich beleuchtete Prüfplätze sollten vor Sonnenlicht oder anderen unzulässigen Lichtquellen geschützt werden. Dadurch wird auch sichergestellt, dass Farbunterschiede (Metamerie) zwischen verschiedenen Lichtquellen für den Prüfer sichtbar sind.

Die Anforderungen an alle Prüflinge werden wie folgt festgelegt:

  • Die Oberflächenbeschaffenheit der Probe und der Hauptprobe muss gleich sein.
  • Der Glanzgrad der Probe und der Hauptprobe muss gleich sein.
  • Die Beschichtung sollte wolkenlos sein.
  • Effektmaterialien müssen in Größe, Menge und Ausrichtung mit dem Hauptmuster übereinstimmen.
  • Prüfmuster müssen frei von Fingerabdrücken, Kratzern und dergleichen sein, ggf. müssen die Muster poliert werden, bis eine wolkenfreie Oberfläche entsteht.

Der Prüfer muss farbenblind sein und mattgraue Kleidung tragen.

Zu den Tests und Methoden zum Farbvergleich gehören:

  • Farbvergleich in der Farbmesskabine: Es werden Tests mit allen drei Lichtarten (D65, TL84 und A) durchgeführt. Der Lichteinfall erfolgt immer senkrecht von oben, mit einem Abstand von 30 cm bis 50 cm zwischen Lichtquelle und Probe.

Der Prüfling wird auf den Prüfling bzw. das Prüfstück gelegt. Achten Sie darauf, dass der Prüfling vollkommen eben ist. Bei leicht gewölbten Prüflingen kann die Lage durch leichtes Andrücken korrigiert werden. Die Beobachtung erfolgt stets in einem 45-Grad-Winkel zur Lichtquelle und mit einem Abstand von 60 cm bis 80 cm zwischen Auge und Prüfling. Bewertet werden sowohl die Draufsicht als auch die Schrägansicht.

  • Farbvergleich im Auto: Verwenden Sie zur Prüfung die Lichtart TL84 (Innenbereich) oder führen Sie den Test im Zweifelsfall bei natürlichem Tageslicht (Außenbereich) durch. Die Beleuchtung sollte von oben und wenn möglich seitlich erfolgen. Bei Tageslicht sollte die Beleuchtung diffus sein; der Test sollte nach Möglichkeit bei leicht bewölktem Nordhimmel durchgeführt werden. Es sollten sich keine farbigen Objekte in der Nähe befinden, die das Licht reflektieren könnten. Der Abstand zur Lichtquelle sollte 150 cm bis 230 cm betragen.

Das Urmuster wird in die Karosserie eingelegt. Das Urmuster muss absolut plan aufliegen. Bei leicht gewölbten Oberflächen kann die Lage durch leichtes Andrücken vergleichmäßigt werden. Die Kanten des Urmusters müssen gratfrei sein, um den Fahrzeuglack nicht zu beschädigen. Der Einfallswinkel lässt sich nicht exakt bestimmen, da das Fahrzeug aufgrund seiner Form aus verschiedenen Winkeln beleuchtet wird. Farbvergleiche werden typischerweise aus einem Abstand von 60 cm (Armlänge) aus verschiedenen Blickwinkeln durchgeführt: Draufsicht (0 Grad zur Oberflächennormalen) und Schrägansicht (verschiedene Winkel, vorzugsweise 45 Grad und -65 Grad zur Oberflächennormalen).

  • Farbvergleich von Bauteilen in künstlich beleuchteten Prüfplätzen: Zum Einsatz kommt eine TL84-Beleuchtung, die Beleuchtung erfolgt vorzugsweise von oben. Der Abstand der Lichtquelle zu den Proben sollte zwischen 150 cm und 230 cm betragen. Beobachtungen sollten möglichst aus einem Abstand von 60 cm (Armlänge) mit unterschiedlichen Beleuchtungs- und Blickwinkeln erfolgen. Aufgrund der Bauteilgeometrie lässt sich der Beleuchtungswinkel nicht immer exakt festlegen. Bei großen Bauteilen genügt oft eine Änderung des Blickwinkels. Dadurch ist sowohl eine Beurteilung in Draufsicht als auch in Schrägansicht möglich. Bei optisch kritischen Einbauorten kann die Qualitätssicherung die Anordnung der Leuchten und die Position des Bauteils für die Farbbeurteilung festlegen.

Das Urmuster wird auf das Bauteil aufgelegt. Dabei ist auf einen exakt gleichmäßigen Winkel zu achten. Bei leicht gewölbten Mustern kann die Lage durch leichtes Andrücken vereinheitlicht werden. Bei stärker gewölbten Mustern ist keine eindeutige Farbbeurteilung möglich, sondern nur ein akzeptables Gesamtbild an der Karosserie. Die Kanten des Urmusters müssen gratfrei sein, um eine Beschädigung der Lackschicht zu vermeiden.

  • Farbtonbeurteilung: Bewertet wird grundsätzlich die Abweichung zum Originalmuster (nicht umgekehrt). Die Art der Abweichung wird im Prüfbericht anhand der entsprechenden Kennzahlen angegeben. Eine relative Bewertungsskala für die visuelle Farbbestimmung nach DIN EN ISO 4628-1 bzw. DIN EN ISO 3668 ist in der Norm enthalten.

Unsere Organisation, die seit Jahren Unternehmen aller Branchen durch ein breites Spektrum an Test-, Mess-, Analyse- und Bewertungsaktivitäten unterstützt, verfügt über ein starkes Team von Mitarbeitern, die die globalen Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie aufmerksam verfolgen und sich ständig weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang bieten wir Unternehmen auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „Porsche PPV 4025 Exterieur, Lackierung – Farbkontrolle – Lackierte Karosserie und Armaturen“ an.

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