PSA D42 1775 Kratzfestigkeit aufgrund von Verschleiß an internen und externen Kunststoffteilen

PSA D42 1775 Kratzfestigkeit aufgrund von Verschleiß an internen und externen Kunststoffteilen

Die von PSA, einem französischen multinationalen Automobilhersteller, entwickelte Norm „PSA D42 1775 Abriebfestigkeit von Kunststoffteilen im Innen- und Außenbereich“ beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung der Kratzfestigkeit von Befestigungselementen an der Karosserie (Stoßfänger, Schutzleisten) und von Kunststoffteilen im Innenraum (Instrumententafeln, Ablagen). Diese Teile können eine glatte oder granulierte Oberfläche aufweisen und mit einer dekorativen Beschichtung wie Lack versehen sein.

PSA D42 1775 Kratzfestigkeit aufgrund von Verschleiß an internen und externen Kunststoffteilen

Der Test besteht darin, die Oberfläche eines Reagenzglases durch Reiben von an einem Schleifwerkzeug befestigtem Schleifpapier einer planaren Reibung auszusetzen. Ein Stück oder ein Pad des zu prüfenden Materials wird in das ebene Reagenzglas gegeben. Das Werkzeug bewegt sich senkrecht zur Oberfläche des Reagenzglases.

Die Prüfmuster oder -proben müssen repräsentativ für die zu charakterisierende Skala sein. Um diese Repräsentativität zu gewährleisten, müssen die Ausgangsmerkmale der zu untersuchenden Population ermittelt werden. Die Auswahlkriterien für die Prüfmuster oder -proben sind gemäß der Norm PSA A10 0156 im Prüfbericht anzugeben. Bei Unklarheiten bezüglich der Probenahme ist die PSA zu kontaktieren.

Für die Probenvorbereitung werden ebene Reagenzgläser mit Abmessungen von mindestens 50 mm × 50 mm verwendet. Steht ein ausreichend kleines Werkstück zur Verfügung, um Reagenzgläser dieser Größe aufzunehmen, muss zwingend ein Reagenzglas mit Abmessungen von mindestens 20 mm × 40 mm verwendet und eine Referenzprobe vorbereitet werden. Die Reagenzgläser werden mindestens 16 Stunden, bei feuchtigkeitsempfindlichen Materialien mindestens 24 Stunden, bei Raumtemperatur konditioniert. Die Oberfläche bzw. Rückseite der Reagenzgläser muss frei von Abriebspuren (z. B. Auswurfspuren, Haftlinien) sein. Sie müssen zudem quer zur Bewegungsrichtung gerade ausgerichtet sein.

Die Norm PSA D42 1775 beinhaltet ein spezifisches Prüfverfahren zur Bewertung der Beständigkeit von Kunststoffteilen im Fahrzeuginnen- und -außenbereich gegenüber abrieb- und verschleißbedingten Kratzern. PSA-Normen sind Teil eines umfassenderen Spezifikationskatalogs der PSA-Gruppe, der die Qualität, Langlebigkeit und Sicherheit der in ihren Fahrzeugen verwendeten Materialien gewährleisten soll. Es handelt sich um firmeneigene Normen, die von Zulieferern und Prüflaboratorien zur Erfüllung der Anforderungen von Automobilherstellern verwendet werden. Die Normkategorie D42 konzentriert sich typischerweise auf Kunststoff- und Gummikomponenten und umfasst Eigenschaften wie Schlagfestigkeit, Abriebfestigkeit und Abriebfestigkeit.

Die Norm PSA D42 1775 definiert einen kontrollierten Verschleißtest zur Simulation des realen Verschleißes von Kunststoffoberflächen wie Instrumententafeln, Türverkleidungen, Stoßfängern oder Zierteilen. Zu den wichtigsten Elementen dieses Verfahrens gehören:

  • Muster: Flache Kunststoffmuster oder tatsächliche Fahrzeugteile.
  • Schleifwerkzeug: Schleifpapier (einer bestimmten Körnung), das an einem beschwerten Werkzeug befestigt ist und sich senkrecht über eine Oberfläche bewegt.
  • Vorgehensweise: Das Werkzeug übt kontrollierten Druck aus und führt eine bestimmte Anzahl von Zyklen durch, um Kratzer von Schlüsseln, Fingernägeln oder Umwelteinflüssen nachzuahmen.
  • Beurteilung: Nach der Prüfung werden die Oberflächen auf sichtbare Kratzer, Verfärbungen, Glanzverlust oder Materialbeschädigung untersucht. Die Ergebnisse werden in der Regel visuell oder mithilfe von Instrumenten (z. B. Farbmessgeräten) ausgewertet.

Dieses Verfahren gewährleistet, dass Kunststoffe ihre ästhetische und funktionelle Integrität über die Zeit bewahren und unansehnliche Kratzer in stark beanspruchten Bereichen vermieden werden.

In der Automobilindustrie müssen Kunststoffe im Innen- und Außenbereich den Belastungen des täglichen Gebrauchs standhalten und strenge Qualitätsstandards erfüllen. Eine mangelhafte Kratzfestigkeit kann folgende Folgen haben:

  • Kundenbeschwerden und Garantieansprüche.
  • Eine Abnahme der wahrgenommenen Fahrzeugqualität.
  • Die Lieferantengenehmigungen sind fehlgeschlagen.

Moderne Labore bieten in der Regel akkreditierte Prüfungen an, die den jeweiligen Normen entsprechen (z. B. der Norm PSA D42 1007 für allgemeine Verschleißprüfungen oder der Norm PV 3952 für Kratzprüfungen).

Die Norm PSA D42 1775 gilt aus verschiedenen praktischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Gründen als notwendig, da sie sich direkt auf Fahrzeugqualität, Kosten und Kundenzufriedenheit auswirkt. Die Automobilindustrie schreibt diesen standardisierten Kratzverschleißtest aus folgenden Gründen vor:

  • Simulation der Haltbarkeit unter realen Bedingungen: Kunststoffteile in Fahrzeugen sind ständig abrasiven Einflüssen ausgesetzt:
  • Schlüssel, Münzen, Ringe oder Fingernägel in Türgriffen und Mittelkonsolen
  • Gepäckstücke, Einkaufstaschen oder Haustiere, die an der Gepäckraumverkleidung und den Sitzlehnen reiben.
  • Die Außenfläche ist durch Äste, Autowaschbürsten oder Vandalismus zerkratzt.

Ohne einen kontrollierten Test wie den PSA D42 1775 wären die Hersteller auf Vermutungen oder Beschwerden aus der Praxis angewiesen, um minderwertige Materialien zu identifizieren, was zu spät und zu kostspielig wäre.

  • Gleichbleibende Qualität in globalen Lieferketten: PSA bezieht Kunststoffteile von Hunderten von Lieferanten weltweit. Dieser Standard gewährleistet:
  • Eine einzige, wiederholbare Testmethode (gleiche Schleifpapierkörnung, gleicher Druck, gleiche Hublänge, gleiche Zyklen)
  • Objektive Kriterien für Bestehen/Nichtbestehen (z. B. maximal zulässige Farbverschiebung oder Helligkeitsverlust)

Dadurch wird sichergestellt, dass ein in verschiedenen Ländern gefertigtes Armaturenbrett die gleiche Leistung erbringt.

  • Reduzierung der Garantiekosten: Reklamationen wegen Kratzern im Innenraum zählen für viele Automobilhersteller zu den häufigsten Garantieproblemen. Dies kann hohe Kosten verursachen. Dieser Standard reduziert die Anzahl der Garantieansprüche, indem minderwertige Materialien bereits vor der Produktion aussortiert werden.
  • Kundenwahrnehmung und Markenimage: Sichtbare Kratzer lassen ein neues Auto innerhalb weniger Monate alt und billig wirken. Unabhängige Studien belegen, dass die Qualität der Innenraummaterialien die Kundenzufriedenheit und den Wiederverkaufswert maßgeblich beeinflusst. Dieser Standard trägt dazu bei, die wahrgenommene Premiumqualität zu erhalten.

Folglich ist der PSA D42 1775-Standard notwendig, da Kratzer unvermeidbar sind.

Seit vielen Jahren versteht unser Unternehmen mit seinen kompetenten und erfahrenen Mitarbeitern die Bedürfnisse seiner Kunden, bietet ihnen die benötigten fortschrittlichen Prüfdienstleistungen und unterstützt sie beim Aufbau, der Implementierung und der Optimierung von Managementsystemen. In diesem Rahmen bieten wir Unternehmen auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „PSA D42 1775 Beständigkeit von inneren und äußeren Kunststoffteilen gegen Kratzer durch Abrieb“ an.

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