VW TL 52602 Polyurethanschaum für die Innenausstattung - Materialanforderungen

VW TL 52602 Polyurethanschaum für die Innenausstattung - Materialanforderungen

Die von Volkswagen entwickelte Norm „VW TL 52602 Polyurethan-Schaum für Innenausstattungen – Materialanforderungen“ beschreibt die grundlegenden Anforderungen an Polyurethan (PUR)-Schaum für hinterschäumte Bodenbeläge sowie an akustisch wirksame Schalldämmsysteme in Feder-Masse-Systemen für Innenausstattungspakete. So enthält die VW TL 52602-A beispielsweise Schallschutzanforderungen für Innenwandverkleidungen.

VW TL 52602 Polyurethanschaum für die Innenausstattung - Materialanforderungen

Die allgemeinen Anforderungen dieser Norm lauten wie folgt:

  • Erstversorgung und Änderungsfreigabe nach VW 01155-Norm.
  • Emissionsverhalten gemäß VW 50180 Norm, Geruchsprüfung muss gemäß Variante C2 und C3 durchgeführt werden.
  • Außenbeständigkeit gemäß VW 50185-Standard.
  • Überprüfung der Materialqualität nach VW 52000-Standard.
  • Materialkonformität gemäß VW 91101-Standard.
  • Für eine vollständige Prüfung sind mindestens 3 Teile erforderlich.
  • Für jede Messung gelten die geforderten Einzelwerte.

Die Funktionen sind wie folgt spezifiziert:

  • Hydrolysebeständiger Polyurethanschaum (PUR) sollte homogen aufschäumen und nahezu keine Hohlräume aufweisen.
  • Abweichungen von den vorgegebenen Abstandsrastern bedürfen der Genehmigung durch die zuständige Abteilung.
  • Die jeweilige Schaumstruktur und vorhandene Hohlräume dürfen zu keinen Verarbeitungsproblemen in der Fertigungsstraße führen (z. B. durch Aufreißen der Schaumoberfläche oder Weiterreißen).
  • Möglicherweise ist eine für die Zeichnung geeignete Klebelösung erforderlich.
  • Teile müssen während des Transports, der Lagerung, der Montage und der anschließenden Wartung bei Temperaturen zwischen -30 Grad Celsius und 90 Grad Celsius sowie bei 55 Grad Celsius und 95 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit ihre Maß- und Funktionsintegrität beibehalten.

Die Tests müssen spätestens 72 Stunden nach dem Aufschäumen beginnen. Vor der Prüfung müssen die Proben gemäß der Norm VW 50554 mindestens 24 Stunden lang bei 23 Grad Celsius und 50 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit konditioniert werden.

Anforderungen an Immobilien sind der Tabelle unter diesem Titel der Norm zu entnehmen.

Die zur Ermittlung mechanisch-technischer Kenndaten benötigten Proben sind aus Formteilen (Bauteilen) zu entnehmen. Die Mindestschaumdicke beträgt 10 mm. Bauteilspezifische Entnahmestellen und Messbereiche für die zerstörungsfreie Prüfung sind festzulegen und auf der jeweiligen Bauteilzeichnung darzustellen. Die Probenabmessungen für die Rohdichte betragen vorzugsweise 70 mm x 70 mm x 30 mm.

Bei Druckspannungen erfolgt der Druckspannungsversuch bei 40 Prozent Deformation (Dickenreduzierung) unter Berücksichtigung der Norm VW PV 3919. Bewertet werden sollen:

  • Teile, die in nicht direkt belasteten Bereichen eingesetzt werden: 1. und 4. Kompression
  • Teile im direkt belasteten Bereich: 1. und 4. Druckstufe

Abgenutzte Teile sollten unmittelbar nach der Demontage gemessen werden.

Die Alterung unter feuchten Bedingungen wird als ein Zyklus definiert: 5 Stunden Alterung bei 120 Grad und 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit oder in gesättigtem Dampf, gefolgt von 3 Stunden Trocknen bei 70 Grad.

Bei der Druckprüfung erfolgt die zerstörungsfreie Bauteilprüfung nach dem Abschnitt „Bauteilprüfung“ der Norm VW PV 3919. Messbereiche und Anforderungen sind der Bauteilzeichnung zu entnehmen.

Bei der Dickenmessung wird die Differenz zwischen der Ausgangsdicke und der Dicke vor der vierten Kompression als Maß für die Dickenreduzierung nach der Belastung betrachtet. Die Prüfung erfolgt nach der Norm VW PV 3919. Die Anforderungen gelten sowohl für Proben- als auch für Bauteilprüfungen.

Die Zugfestigkeitsprüfung erfolgt mit Hantelproben des Typs 1A. Die Gesamtlänge beträgt 103 mm, die Probendicke 10 mm, die Schmalteilbreite 10 mm und die Messlänge 30 mm. Maßlich veränderte Proben können aufgrund der geometrischen Gegebenheiten des Bauteils nach Absprache mit der Fachabteilung verwendet werden. Die Prüfung erfolgt mit einer Verfahrgeschwindigkeit von 100 mm/min.

Die Haftung wird durch Ermittlung der Scherkraft ermittelt. Proben der Größe 50 mm x 50 mm x 20 mm werden zwischen zwei mit Elektrotauchlack grundierte Blechprüfplatten der Größe 50 mm x 100 mm gelegt. Die verwendeten Blechprüfplatten müssen entfettet und z. B. mit Ethanol gereinigt werden. Die nicht klebende Oberfläche der Probe wird mit doppelseitigem Klebeband auf einer der Blechprüfplatten befestigt. Die Probe wird auf der Überlappungsfläche (25 cm2) der Blechprüfplatte 1 Minute lang mit 10 N komprimiert. Anschließend werden die überstehenden Blechprüfplattenenden in einer Zugprüfmaschine zusammengedrückt. Die Scherkraft wird bei einer Prüfgeschwindigkeit von 25 mm/min ermittelt.

Kurz gesagt: „Die Norm VW TL 52602 gilt für PU-Schaum, der als Träger für Bodenplatten verwendet wird, sowie für akustische Dämmelemente, die Teil des Feder-Masse-Systems des Fahrzeugs sind.

Die VW-Norm TL 52602 ist wichtig, da sie die Qualität, Sicherheit, Leistung und Konsistenz der in Volkswagen-Fahrzeugen verwendeten Polyurethan-Schaumstoffe gewährleistet. Die Hauptgründe für diese Bedeutung sind:

  • Akustische Leistung: Innenraumkomfort ist ein entscheidender Qualitätsfaktor in modernen Fahrzeugen. Der in dieser Norm spezifizierte Schaumstoff wird häufig in Schallschutzsystemen (z. B. unter Teppichen) verwendet und trägt maßgeblich zur Reduzierung von Straßen- und Motorgeräuschen bei. Die Erfüllung der Anforderungen an die Schalldämpfung durch den Schaumstoff erhöht die Ruhe im Innenraum, eine wichtige Erwartung der Verbraucher.
  • Materialzuverlässigkeit: Diese Norm definiert Mindestleistungskriterien für Schaumstoffe, wie beispielsweise:
    • Druckfestigkeit
    • Alterungsbeständigkeit
    • Dimensionsstabilität
    • Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, Hitze und Flüssigkeiten (z. B. Öl, Kühlmittel)

Diese Eigenschaften sind entscheidend, um vorzeitigen Verschleiß, Materialabbau oder Delaminierung zu verhindern, insbesondere bei jahrelanger Verwendung in wechselnden Klimazonen.

  • Fahrzeugsicherheit und Emissionen: Innenraummaterialien müssen die Anforderungen an Entflammbarkeit und Emissionen erfüllen (z. B. niedriger VOC-Gehalt, geringe Beschlagbildung). Dieser Standard stellt sicher, dass die Materialien nicht zu Folgendem beitragen:
    • Giftige Emissionen in geschlossenen Kabinenräumen
    • Beschlagen der Windschutzscheiben
    • Feuergefahren
  • Produktionskonsistenz: Dieser Standard bietet Lieferanten klare Vorgaben für die Herstellung kompatibler Schaumstoffe. Er reduziert die Variabilität und stellt sicher, dass jede Charge die Qualitätskriterien von Volkswagen erfüllt. Dies ist wichtig für:
    • Weltweite Versorgung
    • Prozessstandardisierung
    • Kostenkontrolle mit weniger Fehlern
  • Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und OEM-Konformität: Fahrzeuginnenräume unterliegen globalen regulatorischen Standards. Volkswagen nutzt interne Standards wie VW TL 52602, um regulatorische Anforderungen in praktische Lieferantenanforderungen umzusetzen. Dies schützt die Marke vor Rückrufen, Bußgeldern und Reputationsschäden.
  • Systemintegration: Diese Norm spezifiziert Materialien, die Teil komplexer Mehrschichtsysteme sind (z. B. Bodengruppen oder NVH-Behandlung). Konsistentes Materialverhalten stellt sicher, dass diese Systeme wie vorgesehen funktionieren. Beispielsweise gewährleistet sie eine ordnungsgemäße Masse-Feder-Dämpfung in geräuschreduzierenden Bodenschichten.

Unser Unternehmen ist seit vielen Jahren tätig und verfolgt die weltweiten Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie aufmerksam. Mit einem qualifizierten Team und einer umfangreichen Infrastruktur führt es für Unternehmen aller Branchen Tests, Messungen und Analysen in den unterschiedlichsten Bereichen durch. In diesem Zusammenhang bieten wir auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „VW TL 52602 Polyurethanschaum für Innenausstattungen – Materialanforderungen“ an.

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