VW TL 52722 Polyether-PUR-Schaum im Motorraum – Materialanforderungen

VW TL 52722 Polyether-PUR-Schaum im Motorraum – Materialanforderungen

Die vom Automobilkonzern Volkswagen entwickelte Norm „VW TL 52722 Polyether-PUR-Schaum im Motorraum – Materialanforderungen“ beschreibt die Materialanforderungen für Polyether-PUR-Schaumteile mit schalldämmenden Eigenschaften im Motorraum, die beispielsweise zur Geräuschreduzierung eingesetzt werden der Motor.

VW TL 52722 Polyether-PUR-Schaum im Motorraum – Materialanforderungen

In dieser technischen Lieferspezifikation werden die grundlegenden Anforderungen wie folgt angegeben:

  • Freigabe von Erstlieferungen und Änderungen nach VW-Norm 01155.
  • Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse im Freien gemäß VW-Standard 50185.
  • Gefahrstoffvermeidung gemäß VW-Norm 91101.
  • Tests sollten an Proben durchgeführt werden, die aus Fertigteilen hergestellt wurden.
  • Wenn aufgrund der Geometrie keine Prüfungen an aus dem Bauteil entnommenen Proben möglich sind, können Messungen an Prüfblechen durchgeführt werden. Für die vollständige Prüfung werden mindestens 1 m2 Blech oder mindestens 5 Formteile benötigt.
  • Alle mechanischen Prüfungen werden an unbehäuteten Proben, vorzugsweise an Fertigteilen, durchgeführt. Alle anderen Prüfungen werden vorzugsweise an Proben durchgeführt, die dem Bauteil entnommen wurden. Testseiten sollten eine vergleichbare Oberfläche haben. Die Oberflächenart ist im Prüfbericht anzugeben.
  • Polyether-PUR-Schaum muss eine gleichmäßige Zellstruktur aufweisen.
  • Formteile müssen bei Transport, Lagerung, Montage und späterem Einsatz im definierten oberen Grenztemperaturbereich von minus 40 Grad sowie bei klimatischen Bedingungen von 90 Grad Temperatur und 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit ihre Form- und Funktionserhaltung behalten. Abweichende Anforderungen an die Temperatur- und Umweltbeständigkeit sind ggf. in der Zeichnung zu erkennen und durch zusätzliche Prüfungen zu verifizieren.
  • Abweichungen von der Materialstruktur, wie zum Beispiel der Zusatz von Vliesdecken oder Aluminium-Hitzeschilden, bedürfen der Genehmigung durch die zuständige Entwicklungsabteilung und die zuständige Abteilung Werkstofftechnik. Abweichungen von der Norm sind gesondert auf der Zeichnung schriftlich zu dokumentieren.
  • Abweichende Anforderungen sind den entsprechenden Bauteilzeichnungen zu entnehmen.
  • Die Kontrollen sollten spätestens 72 Stunden nach dem Aufschäumen beginnen. Vor der Prüfung müssen die Proben mindestens 50554 Stunden lang in einer 23/50-2-Standardatmosphäre gemäß der Norm VW 24 konditioniert werden.
  • Für jede Messung gelten die erforderlichen Zahlenwerte.
  • Materialien und Herstellungsverfahren für Halbzeuge und Schaumstoffverarbeitung sollten der zuständigen Werkstofftechnikabteilung bekannt gegeben werden und stets in Erstmusterprüfberichten enthalten sein.
  • Akustische Anforderungen müssen mit der zuständigen Abteilung abgestimmt werden. Auf der Zeichnung ist die entsprechende Abteilung anzugeben.
  • Gemäß der Norm VDA 260 des Verbandes der Automobilindustrie muss die Kennzeichnung „PUR“ sein.

Die Bestimmung der Rohdichte erfolgt nach der Norm DIN EN ISO 845. Bei Formteilen sollten Proben an ebenen Flächen mit glatten Oberflächen entnommen werden.

Druckspannung,

  • Gemäß der Norm DIN EN ISO 250-3 für Schaumstoffe mit einer Rohdichte bis 3386 kg/m1 und
  • Gemäß der Norm DIN EN ISO 250-3 für Schaumstoff mit einer Rohdichte von 3386 kg/m2 oder mehr,

Es bezieht sich auf die Bewertung von 40 Prozent Verformung und anfänglicher Kompression.

Die Proben sollten in einem Druckluftofen gealtert werden. Die Prüfung muss an Probekörpern von mindestens 500 mm × 500 mm oder am Fertigteil durchgeführt werden.

Bei der Hitze- und Feuchtigkeitsalterung werden die Proben auf einer Lochplatte in einen 10-Liter-Exsikkator gegeben, der Wasserinhalt beträgt ca. 1 l. Abgesehen von diesen Funktionen kann die Alterung im Klimaraum erfolgen. Die verwendete Variante sollte im Prüfbericht angegeben werden.

Der Druckversuch muss nach Methode A der Norm DIN EN ISO 1856 durchgeführt werden. Die Probenentnahme erfolgt vom fertigen Stück oder von angelieferten Blechen. Die Komprimierung zum Testen beträgt 50 Prozent plus/minus 4 Prozent. Die Messung erfolgt 30 Minuten nach Entlastung.

Die Prüfung der flüssigkeitsabweisenden Eigenschaften erfolgt unter Berücksichtigung der Norm PV 3922. Die Prüfung erfolgt an Fertigteilen oder Fertigteilabschnitten mit einer Mindestgröße von 200 mm × 200 mm. Sie müssen Haut haben. Folgende Arten von Flüssigkeiten sollten verwendet werden:

  • entionisiertes Wasser
  • Referenz-Motorenöl gemäß TL 52185-Standard
  • Kühlmittel gemäß TL 774-G-Standard, Verhältnis von Kühlmittelzusatz zu Wasser beträgt 50:50

Vor der Prüfung der flüssigkeitsabweisenden Eigenschaften müssen die Proben 50554 Stunden lang in einer Normatmosphäre nach VW 23 Norm 50/2-24 akklimatisiert werden.

Um die Maßhaltigkeit des Bauteils zu ermitteln, werden Messpunkte in Längs- und Querrichtung angebracht. Vor der Alterung wird der Abstand zwischen ihnen gemessen. Nach der Alterung wird eine weitere Messung durchgeführt. Maßabweichungen sollten am fertigen Teil gemessen werden. Die Messung sollte nach der Alterung bei niedriger Temperatur mit gefrorener Probe durchgeführt werden.

Neben zahlreichen Prüf-, Mess-, Analyse- und Bewertungsstudien, die wir für Unternehmen in verschiedenen Branchen anbieten, bietet unsere Organisation auch Prüfdienstleistungen gemäß der Norm „VW TL 52722 Polyether-PUR-Schaum im Motorraum – Materialanforderungen“ mit einem geschulten Experten an Personal und fortschrittliche technologische Ausrüstung.

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