Mercedes-Benz MBN 10494-5 Lackprüfverfahren - Teil 5: Technisch-Mechanische Prüfungen

Mercedes-Benz MBN 10494-5 Lackprüfverfahren - Teil 5: Technisch-Mechanische Prüfungen

Gemäß der Norm „Mercedes-Benz MBN 10494-5 Lackprüfverfahren – Teil 5: Technisch-mechanische Prüfungen“ des Mercedes-Benz-Konzerns sind zur Prüfung eines Lacks oder Beschichtungsstoffes oder einer ähnlichen Substanz und eines lackierten oder beschichteten Teils grundsätzlich mindestens zwei Lieferspezifikationen erforderlich:

Mercedes-Benz MBN 10494-5 Lackprüfverfahren - Teil 5: Technisch-Mechanische Prüfungen

  • Dieser MBN 10494 Standard mit Prüfmethoden zur Zulassung
  • Spezielle Liefervorschrift mit dem jeweiligen Lack bzw. Beschichtungsstoff und den zu erfüllenden Anforderungen an das lackierte bzw. beschichtete Teil

In dieser Norm werden die Anforderungen wie folgt erläutert:

  • Um die Produktsicherheit und Produktqualität zu gewährleisten und den Normanforderungen gerecht zu werden, müssen alle relevanten gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Ergänzend gelten die einschlägigen Vorgaben des Daimler-Konzerns.
  • Alle Materialien, Verfahrenstechniken, Komponententeile und Systeme müssen alle geltenden gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Komponenten und Recyclingfähigkeit erfüllen.
  • Für relevante Informationen zu Stoffverboten und Deklarationspflichten gelten die Normen DBL 8585 und DBL 6714.
  • Bei allen Beschichtungsmaterialien muss auf eine möglichst geringe Geruchsentwicklung und einen möglichst geringen Gehalt an flüchtigen Substanzen (z. B. Lösemittel, Weichmacher) geachtet werden.
  • Zubereitungen und Beschichtungsstoffe müssen entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gekennzeichnet und mit den notwendigen Angaben für Transport und Verwendung versehen sein. Bei einem Einsatz im Ausland sind die dort geltenden Vorschriften und Regelungen zu beachten.

Technisch-mechanische Prüfungen sind an beschichteten Proben bzw. beschichteten Bauteilen nach der Norm MBN 10494-1 durchzuführen. Lackaufbau, Schichtdicke und Trocknungsbedingungen der zu prüfenden Lacke, einschließlich des Reparaturlackaufbaus, sind in der materialspezifischen Norm festgelegt.

Zu den Haftungstests gehören:

  • Manueller Kratztest: Bei diesen Tests wird ein spezieller Kabelabisolierer verwendet, dessen Form in der Norm vorgegeben ist. Die Klingenrückenstärke muss mindestens 2,5 mm betragen. Alternative Klingen sollten eine leicht gebogene Schneide (relativ kleine Kontaktstelle beim Kratzen) und einen festen Klingenrücken (mindestens 2,5 mm) haben, um sicherzustellen, dass sich die Klinge während der Prüfung nicht verbiegt. Die Klinge sollte regelmäßig auf ihre Schärfe überprüft und bei Bedarf nachgeschliffen oder ausgetauscht werden. Dementsprechend sind Cuttermesser/Teppichmesser oder Taschenmesser mit flexibler Klinge nicht geeignet. Mit der Klingenseite der Spezial-Abisolierzange wird die Beschichtung durch Ziehen der Klinge unter Druck bis auf den Untergrund abgeschabt. Um den Verbund mehrerer Lagen zu prüfen, sollte der Druck entsprechend reduziert werden. Die Bewertung in der Norm bezieht sich auf den kritischen Bereich im Verbund (Mehrschichtlackierungen) bzw. auf Einschichtlackierungen im Gesamtlackaufbau.
  • Haftfestigkeitsprüfung durch Abreißen von Klebeband auf KTL-Beschichtungen: Diese Prüfung wird bei KTL-Beschichtungen und KTL-Schweißnähten angewendet. Bei einem Mehrschichtlack wird dieser Test vor dem Auftragen weiterer Schichten durchgeführt. Bei der Prüfung wird das Klebeband blasenfrei angedrückt und anschließend ruckartig im rechten Winkel zur Probenoberfläche nach oben gezogen. Anschließend wird visuell beurteilt, ob Lackablösungen sichtbar sind oder nicht.

Zu den bei Mehrfachaufprall-Steinbrechtests angewandten Methoden gehören:

  • Mehrfachschlagprüfung, Verfahren B: Basierend auf Verfahren B der Norm DIN EN ISO 20567-1.
  • Mehrfachschlagprüfung, Verfahren C: Basierend auf Verfahren C der Norm DIN EN ISO 20567-1.
  • Mehrfacher Steinschlagtest des Deckschichtaufbaus auf der Nahtversiegelung nach kathodischer Galvanik: durchgeführt nach Norm DBL 6070.
  • Druckwasserstrahlprüfung: Basierend auf der Norm DIN EN ISO 16925.
  • Gitterschnitt: Basierend auf der Norm DIN EN ISO 2409.
  • Tiefungsversuch: Basierend auf der Norm DIN EN ISO 1520.
  • Dornbiegeversuch mit zylindrischem Dorn: Durchführung und Auswertung in Anlehnung an die Norm DIN EN ISO 1519.
  • Pendeldämpfungstest (Härte nach König): Basierend auf der Norm DIN EN ISO 1522.
  • Kratzfestigkeitstest:
    • Kratzfestigkeit in der Waschanlage (Amtec Kistler-Test): Basierend auf der Norm DIN EN ISO 20566.
    • Löschbare Kratzfestigkeit (Crockmeter-Test)

Unsere Organisation verfügt über einen starken Mitarbeiterstamm, der die Entwicklungen im Bereich Wissenschaft und Technologie weltweit aufmerksam verfolgt und sich ständig verbessert. Zu den zahlreichen Prüf-, Mess-, Analyse- und Bewertungsleistungen für Unternehmen unterschiedlicher Branchen gehören auch Prüfdienstleistungen nach der Norm „Mercedes-Benz MBN 10494-5 Lackprüfverfahren – Teil 5: Technisch-mechanische Prüfungen“.

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