VW TL 188 Mechanische Verbindungselemente – Schutz vor Schweißspritzern und Farbrückständen für Innen- und Außengewinde

VW TL 188 Mechanische Verbindungselemente – Schutz vor Schweißspritzern und Farbrückständen für Innen- und Außengewinde

Die vom Automobilkonzern Volkswagen entwickelte Norm „VW TL 188 Mechanische Verbindungselemente – Schutz vor Schweißspritzern und Lackresten für Innen- und Außengewinde“ beschreibt die Anforderungen an die Rundumbeschichtung von Teilen mit Innen- und Außengewinden, Bolzen aus Stahl und Löchern . Diese Beschichtung wird aufgetragen, um eine fehlerhafte Montage an Montagelinien zu verhindern, die auf Folgendes zurückzuführen ist:

VW TL 188 Mechanische Verbindungselemente – Schutz vor Schweißspritzern und Farbrückständen für Innen- und Außengewinde

  • Im galvanischen Verfahren aufgetragene Grundierungsreste
  • Schweißspritzer, die durch das Schweißen von Teilen mit Innen- oder Außengewinde, Bolzen und Löchern entstehen

Für den Einsatz von Gewindeteilen mit besonderen Anforderungen ist sie nur bedingt anwendbar. Zum Beispiel,

  • Umgebungstemperaturen nicht mehr als 90 Grad (aufgrund der Auswirkung auf den Reibungskoeffizienten)
  • wachsartige Inhaltsstoffe
  • Komponenten aus Magnesium
  • Gewindegrößen M6 und M8 (wegen kritischem Spanwinkel siehe VW-Norm 01129)
  • Elektrische Anschlüsse
  • B/Schrauben mit Klebeverbindung und Kompressionsbeschichtung.

Unter diesen Voraussetzungen können mit einer Beschichtung zum Schutz vor Schweißspritzern und Farbresten beschichtete Muttern oder Bolzen/Schrauben nur nach Prüfung durch die zuständige Abteilung verwendet werden, da sich ihr Reibungskoeffizient mit der Temperatur ändert. Als Vorsichtsmaßnahme können RIPP-Schrauben mit BSSL-beschichteten Muttern verwendet werden, um niedrige Reibungskoeffizienten zu vermeiden. Alternativ können bei negativem Bewertungsergebnis beispielsweise auch Bohrmuttern und Blindnietmuttern sowie Bohrschrauben und Blindnietschrauben zum Einsatz kommen.

In dieser Norm werden die Anforderungen wie folgt festgelegt:

  • Die Erstlieferung und Genehmigung von Änderungen muss der VW-Norm 01155 entsprechen.
  • Die Vermeidung gefährlicher Stoffe muss der VW-Norm 91101 entsprechen.
  • Der Beschichter muss die Qualität der beschichteten Teile durch statistische Prozesskontrolle dokumentieren.
  • Alle vertraglich oder in der Bestellung geforderten Materialien oder Teile müssen in jeder Hinsicht den genehmigten Mustern entsprechen.
  • Ohne vorherige Ankündigung und Genehmigung der für diese Norm verantwortlichen Personen dürfen keine Änderungen in der Zusammensetzung des Materials oder in der Produktion vorgenommen werden. Als Prüfmuttern bzw. Schrauben/Bolzen sollten nur für die Größenmessung geeignete Bauteile verwendet werden
  • Die Einhaltung von Zahnreibungskoeffizienten im Bereich von 0,07 bis 0,13 ist zwingend erforderlich. Die Prüfung muss nach der VW-Norm 01129 durchgeführt werden.
  • Die Temperatur des zu beschichtenden Bauteils beträgt während der Abscheidung der vollflächigen Beschichtung kurzzeitig (≤ 15 s) maximal 400 Grad und muss bei der Bauteilgeometrie berücksichtigt werden. Dadurch nimmt die Korrosionsbeständigkeit ab.
  • Zulässige Beschichtungsmaterialien sind: PFA (Perfluoralkoxyalkan) farblos und FEP (fluoriertes Ethylenpropylen) farblos
  • Zugelassene Beschichtungsstoffe werden bei Bedarf im Volkswagen Polymerlabor gelagert.
  • Die Beschichtung sollte auf die Kontaktflächen der Innengewinde von Muttern, Gewindeplatten und Löchern sowie auf die Kontaktflächen der Außengewinde und Bolzen aufgetragen werden. Die Beschichtung sollte ein glattes und gleichmäßiges Aussehen haben und frei von Tropfen, Streifen oder verschütteten Stellen sein.
  • Aufgrund unterschiedlicher Bearbeitungsgeräte kann die Schichtdicke auf der Zahnkrone bzw. Zahnwurzel unterschiedlich sein. Allerdings muss das Schraub- bzw. Schraubbetriebsdrehmoment eingehalten werden.
  • Sofern in der Zeichnung nicht anders angegeben, müssen die Beschichtungsschicht und die Abdeckungsfläche die folgenden Einschränkungen einhalten:
    • Bei Außengewindeteilen muss die Beschichtung bei Schaftteilen bis zur Zahnnase und bei Gewindeteilen über die gesamte Länge des Zahns bis fast zum Kopf reichen.
    • Die Beschichtung darf nicht am Kopf und an angrenzenden oder tragenden Flächen von Schrauben, an Sechskantflächen und an angrenzenden oder tragenden Flächen von Muttern, Schweißringen, Spitzen oder Vorsprüngen oder Flächen sowie an Kopfflächen von geschweißten Schrauben, Bolzen und Muttern haften .
    • Um die Funktion sicherzustellen, ist es wichtig, dass die Beschichtung alle Gewinde bis zum Gewindeeingang auf der Seite der zu verschweißenden Muttern vollständig abdeckt.
  • Um eine Charge auf Drehmoment zu testen, werden mindestens 10 zufällig ausgewählte Teile benötigt. Prüfkriterien sind Gewindereibungskoeffizienten, gemessen nach den zulässigen Schraub- bzw. Schraubbetriebsdrehmomenten nach VW-Norm 01129.
  • Als tragende Flächen werden für die Prüfung Unterlegscheiben entsprechend der Norm DIN EN ISO 16047 sowie phosphatierte und gefettete Muttern und Schrauben gleicher Festigkeit verwendet. Geprüfte Geräte müssen auf Kompatibilität mit dem Messgerät getestet werden. Die Werte der Schraub- bzw. Schraubbetriebsdrehmomente müssen den Angaben in Tabelle 1 entsprechen.
  • Bei Qualitätsproblemen gelten die Ergebnisse auf für das Messgerät geeigneten phosphatierten und geölten Oberflächen.
  • Um ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, müssen Materialanalysen sowie Drehmoment- und Reibungskoeffiziententests durchgeführt und dokumentiert werden.

Unter den zahlreichen Test-, Mess-, Analyse- und Bewertungsstudien, die für Unternehmen verschiedener Branchen durchgeführt werden, bietet unsere Organisation mit ihrem geschulten und fachkundigen Personal und ihrer fortschrittlichen technologischen Ausrüstung die folgenden Produkte an: „VW TL 188 Mechanische Verbindungselemente – Schutz vor Schweißspritzern und.“ „Lackreste für Innen- und Außengewinde“ Darüber hinaus werden in der Norm definierte Prüfleistungen erbracht.

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